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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Verwaltungsrecht
Zufriedene Kunden: 16973
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Es geht um Baurecht. Ich habe eine Baugenehmigung f r priviliegiertes

Kundenfrage

Es geht um Baurecht. Ich habe eine Baugenehmigung für priviliegiertes Bauen im Außenbereich erhalten für eine Remise von 34 m Länge. Meine Nachbarin war beim Bauamt und hat die Unterlagen mit einem Fachanwalt eingesehen und dabei einen Fehler entdeckt. Es darf angeblich nur die ersten 16m mit einem Abstand von 3m von der Grundstücksgrenze gebaut werden und danach wird mit einem anderen Faktor gerechnet. Dies ergab dann einen Abstand von 3,76m. Meine Baugenehmigung wurde zurückgezogen und es muss eine neue Zeichnung bzw Genehmigung erteilt werden. Für mich bedeutet dies ich muss die Remise teilen, die aber bereits so geleiefert ist. Meine Nachbarin hat die Pläne bei einen nicht zuständigen Sachbearbeiter erhalten. Nach Aussage des zuständigen Sachbearbeiters hätte dieser keine Einsicht in die Akten gewährt. Meine Frage hat meine Nachbarin ein Recht auf Auskunft und ist die Sachlage mit dem Grenzabstand richtig? Auf Nachfrage ob es reicht nur die Träger auf 3,76 einzurücken damit ein Dachüberstand entsteht und das DAch in einer Flucht zu belassen wurde mir gesagt das ginge nicht. Es war wohl auch nicht ganz klar ob das überstehende Dach bzw ob grundsätzlich Dachüberstande Abstandsflächen auslösen. Im Baugesetzbuch unter § 6 steht so was ähnliches.
Gruß Vomberg-Kühn
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verwaltungsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In welchem Bundesland spielt denn dieser Sachverhalt?

Danke.


raschwerin und weitere Experten für Verwaltungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
In NRW
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Nachbarin hat hinsichtlich Ihres Bauvorhabens insbesondere in Bezug auf den Abstand ein Mitspracherecht und kann quasi ihr Veto einlegen.

Im vorliegenden Fall war der Abstand auch tatsächlich fehlerhaft, sodass eine Neuülanung erforderlich ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was ist mit dem Dachüberstand? Würde ein Dachüberstand von 76 cm eine Abstandsfläche auslösen oder könnte der das Dach auf 3m Absatnd zur Grenze bestehen bleiben? Habe gelesen das dachvorsprünge bis 1,50m mit einem Abstand von 2m zur Grenze keine weitere Abstandsfläche auslösen. D.h ich würde die Träger auf die erforderlichen 3,76m setzen das Dach aber 0,76 m überstehen lassen und es blieben immer noch 3m Abstand zur Grenze? Kann die Nachbarin den neuen Plan erneut einsehen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Abstand von 3 m muss gewahrt bleiben, auch beim Dachüberstand.

Allerdings ist dieser nur hälftig anzusetzen, insoweit haen Sie Recht mit Ihren Nachforschungen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das hab ich nicht ganz verstanden. Der Dachüberstand von 0,76 m ist nur hälftig anzusetzen ? D. h. 0,38 m ?

Also kann ich die ersten 16m(Pfosten+ Dach) auf 3m Abstand setzen und den Rest die Pfosten auf 3,76 und das Dach mit Überstand von 0,76m sprich 3m Abstand zur Grenze?

Und muss das Bauamt der Nachbarin die berichtigten Pläne einsehen lassen?

Sorry wenn ich es nicht sofort verstehe.

Gruß Vomberg-Kühn

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Dachüberstand von 0,76 m ist nur hälftig anzusetzen ? D. h. 0,38 m ?

Also kann ich die ersten 16m(Pfosten+ Dach) auf 3m Abstand setzen und den Rest die Pfosten auf 3,76 und das Dach mit Überstand von 0,76m sprich 3m Abstand zur Grenze?

 

- Das Dach, bzw. der Dachüberstand sind bei der Abstandsberechnung nur hälftig anzusetzen. Wenn also der Abstand zum Nachbargrundstück (der eigentlich 3 m betragen soll) um 2 m verletzt ist, wird nur 1 m vom Dachüberstand angerechnet. Mit dem weiteren m Überstand muss der Nachbar leben.

 

 

Und muss das Bauamt der Nachbarin die berichtigten Pläne einsehen lassen?

 

- Ja, dazu hat der Nachbar ein Recht.

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sorry das hab ich immer noch nicht verstanden.

 

Das Dach, bzw. der Dachüberstand sind bei der Abstandsberechnung nur hälftig anzusetzen. Wenn also der Abstand zum Nachbargrundstück (der eigentlich 3 m betragen soll) um 2 m verletzt ist, (d.h. Dach mit Überstand steht nur 1m von der Grenze???)

wird nur 1 m vom Dachüberstand angerechnet.(d. h.ich habe nur mit 1m die Grenze verletzt??? und was passiert dann? Dann muss ich mein Dachvorstand um 1m kürzen wenn die Nachbarin Veto einlegt und ... Mit dem weiteren m Überstand muss der Nachbar leben.??

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nehmen wir an, das Haus steht genau 3 m weg von dem Nachbargrundstück. Damit ist der Grenzabstand gewahrt.

Wenn der Dachüberhang 2 m ist, ragt er also auch 2 m in den Abstand hinein. Das ist grundsätzlich nicht zu dulden vom Nachbarn.

Sie haben aber den Vorteil, dass nur die Hälfte angerechnet wird.

Das Dach ragt als dann nur 1 m rüber - es wird also nur 1 m angerechnet.

Damit ragt das Dach aber immer noch 1 m in den Abstand.

Wenn der Nachbar dem nicht zustimmt, muss zurückgebaut werden.

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