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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 23088
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo,wir haben im April 2016 ein 4 Familienhaus als

Beantwortete Frage:

Hallo,wir haben im April 2016 ein 4 Familienhaus als Kapitalanlage gekauft. Im Exposè wurde von der Maklerin eine Wohnfläche von 310 m² angegeben. Erst nach dem Kauf wurden uns die Baupläne und die Wohnflächenberechnung zugesandt. Beim prüfen stellten wir fest, das die Angaben im Exposè nicht identisch mit der angegebenen Wohnfläche ist. Das Objekt war für uns sehr interessant, da es in 4 Eigentumswohnungen aufgeteilt ist. Die Dachgeschosswohnung wurde angegeben mit 110 m² Wohnfläche, hat aber nur 94 m². Die zwei mittleren Wohnungen passen fast zu den Angaben (1-2 m² Differenz). Die Wohnung im Erdgeschoss hat anstatt 100 m² nur 90 m². Nun mag sich das vielleicht nicht viel anhören, wenn hier eine Differenz von 22 m² besteht, doch in Zahlen ausgedrückt ist dieser Mangel über die gesamt Laufzeit der Finanzierung mit ca. 35.000 € zu beziffern. Wie haben vor dem Kauf das Gebäude analysiert und optimiert, da es wie oben schon erwähnt als Kapitalanlage dient. Mit den Mieteinnahmen wird ja auch Finanzierung bedient, auf lange Sicht gesehen fehlen uns diese Mieteinnahmen und es ist uns ein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Nachbessern kann der Verkäufer nicht. Kann ich hier Schadenersatz verlangen? Hinzu möchte ich noch sagen, das die fehlerhaften Angaben sowohl vom Verkäufer als auch nachweislich von der Maklerin verursacht wurden.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme. Ja, Ihnen steht unter den gegebenen Umständen in der Tat ein Schadensersatzanspruch gegen den Verkäufer zu Seite, denn dieser hatte positive Kenntnis von den fehlerhaften Angaben und hätte Sie hierüber auch ungefragt informieren müssen, da es sich insoweit um einen vertragswesentlichen Umstand handelte. Gleiches gilt für die Maklerin, deren Aufklärungsverschulden, der Verkäufer sich nach § 278 BGB rechtlich zurechnen lassen muss! Sie können folglich Schadensersatz einforden. Dieser hat hier dergestalt zu erfolgen, dass eine Minderung des Kaufpreises vorzunehmen ist: Der Kaufpreis ist also im Verhältnis zu der tatsächlich fehlenden Wohnfläche herabzusetzen. Fordern Sie den Verkäufer daher schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zur Schadenersatzleistung auf, und stellen Sie in Aussicht, dass Sie bei nicht freiwillig erfolgender Zahlung den Rechtsweg beschreiten werden. Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Abend Herr Hüttemann,ich hatte heute mittag versucht mit dem Verkäufer zu reden, der sofort sehr ungehalten reagierte. In einem anderen Forum habe ich gelesen, das man unter Umständen vom Kaufvertrag zurück treten könne, was wir aber erst als letzte Instanz machen würden. Wie hoch kann man hier den Schadenersatz beziffern?Wir hätten nächste Woche Kaufpreiszahlung. Kann ich vom Kaufpreis was zurück halten? Wie ist es mit der Maklercourtage? Auch durch Ihre falsche Angaben ist der Schaden entstanden. Steht Ihr die Maklercourtage noch zu?MfG
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Sofern insgesamt 22 qm fehlen, handelt es sich sicherlich nicht um eine Kleinigkeit, denn Sie finenzieren schließlich den Kaufpreis über die zu erzielenden Mieteinkünfte! Liegt also die Gesamtwohnfläche bei lediglich 288 qm statt der zugesicherten 310 qm, so ermittelt sich der Minderungsbetrag nach § 441 Absatz 3 BGB in der Weise, dass der Kaufpreis in dem Verhältnis herabzusetzen ist, in welchem zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Der objektive Wert der Sache im mangelfreien Zustand (a) verhält sich zum objektiven Wert der mangelhaften Sache (b), wie der vereinbarte Preis (p) zu dem geminderten Preis (X). Hieraus folgt die Formel:X • = • (p × b) aDie Minderung des Kaufpreises beträgt dann p – X. Sie sollten die Minderung konkret ausrechnen. Ihnen steht an diesem sodann ermittelten Minderungsbetrag ein Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB an dem Gesamtkaufpreis zu - Sie können den Kaufpreis um diese Summe mindern. Die Courtage werden Sie allerdings zahlen müssen, wenn die Tätigkeit der Maklerin zum Vertragsschluss führte (§ 652 BGB). Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Jahr.
Haben Sie denn nun noch Nachfragen ("Dem Experten antworten")? Geben Sie bitte andernfalls eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihre Frage ist ausführlich beantwortet worden! Auf die Rechtslage habe ich keinen Einfluss - ich kann Ihnen diese nur wahrheitsgemäß erläutern! Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Jahr.
Mir wird angezeigt, dass Sie noch immer online sind - teilen Sie mir bitte mit, was Sie an der Abgabe einer positiven Bewertung hindert. Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden!! Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.