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daniela-mod
daniela-mod, Moderator
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 30
Erfahrung:  xxxxxx
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daniela-mod ist jetzt online.

Ich habe über eBay 2 signierte Kunstposter im Wert von EUR

Kundenfrage

Ich habe über eBay 2 signierte Kunstposter im Wert von EUR 340,00 verkauft, welche durch die DHL beim Transport beschädigt wurden. Die Sendung erfolgte per DHL Paket (versichert bis EUR 500). Ich habe die DHL aufgefordert, den Schaden zu erstatten. Die DHL versucht sich damit herauszureden, daß der Schaden innerhalb von 7 Tagen nach Empfang hätte angezeigt werden müssen. Mein Käufer hat den Transport-Schaden jedoch erst 20 Tage nach Erhalt bei mir bekanntgegeben. Somit habe auch ich den Schaden viel später als innerhalb von 7 Tagen bei der DHL angezeigt. Die DHL meint ebenfalls, schon deshalb nicht haftbar zu sein, weil sie eine Sondervereinbarung mit dem Empfänger hat, wonach Sendungen bei ihm in der Garage abgestellt werden dürfen oder an die Nachbarn ausgeliefert werden dürfen. Dadurch sei die Sendung nach Aussage der DHL angeblich automatisch als für gut befunden und nicht reklamierbar. Der Käufer / Empfänger behauptet jedoch, die DHL dürfe nur Sendungen nach dieser Sondervereinbarung ausliefern, sofern keine Unterschrift notwendig ist. Bei einem DHL-Paket ist jedoch eine Unterschrift notwendig. Ich habe dem Käufer die beschädigte Ware durch neue und perfekte Ware ersetzt. Dies wurde mir auch schriftlich vom Käufer bestätigt. Nun möchte ich die DHL auf Schadensersatz verklagen. Evtl. sollte ich auch den Käufer verklagen, falls er entweder dadurch schuldig wurde, daß er den Schaden zu spät angezeigt hat, oder dadurch, daß er eine merkwürdige und fragwürdige Sondervereinbarung mit der DHL getroffen hat. Frage 1) Könnte ich die DHL verklagen und gleichzeitig eine Streitverkündung an den Käufer machen, damit das Gericht feststellen kann, wer von beiden den mir entstandenen Schaden zu erstatten hat? 2) Oder muß ich beide Parteiene einzeln verklagen? 3) Habe ich überhaupt ein Chance, daß mir eine der beiden Parteien den Schaden ersetzt? 4) Oder sollte ich anders vorgehen? Wenn ja, wie? Vielen Dank ***** ***** MfG
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

1) und 2)

Die Reihenfolge, erst DHL zu verklagen ist wegen der kurzen Verjährung in § 439 HGB sinnvoll.

http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/BJNR002190897.html#BJNR002190897BJNG039600307

Ein möglicher Anspruch gegen den Empfänger würde erst in regelmäßiger Verjährungsfrist 3 Jahre ab Jahresende nach Entstehung (§§ 195 ff. BGB) verjähren.

Auch die Streiverkündung macht Sinn.

Allerdings erspart sie nicht unbedingt einen weiteren Rechtsstreit, sie verbessert nur die Beweislage möglicherweise und verhindert sich widersprechende Urteile, vgl. §§ 72, 74, 68 ZPO.

http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/BJNR005330950.html#BJNR005330950BJNG079400301

Das Risiko bei der Streitverkündung ist, dass erst im Folgeprozess das Gericht überprüft, ob die Streitverkündung eine Wirkung hat.

Da kommt es oft zu überraschenden Ergebnissen, da die Rechtsprechung ein Alternativverhältnis zwischen den Ansprüchen fordert. Das müsste hier wohl nach meiner vorläufigen Einschätzung gegeben sein. In diesem Bereich kann man aber aus meiner Erfahrung immer wieder Überraschungen haben. Das Risiko wird man aber eingehen müssen.

3)

Es ist natürlich zu überlegen, ob ein Vorgehen gegen DHL überhaupt Sinn macht, da die 7-tägige Auschlussfrist des § 438 HGB definitiv nicht eingehalten wurde.

Es stellt sich nur die Frage, ob DHL sich hierauf ev. nicht berufen kann, weil entgegen der Absprache das Paket in die Garage gestellt wurde.

Ob der Prozess gegen DHL Sinn macht, steht und fällt wohl mit der Beweisbarkeit der Abrede, nur bei Abgabe ohne Unterschriftserfordernis die Ware abzustellen.

Hier macht es ev. Sinn, noch etwas nachzuforschen, um sich ggf. einen Rechtsstreit sowie die Kosten sparen zu können.

Chancen, hier Geld zu sehen, bestehen durchaus. Es besteht allerdings wegen der ev. 2 Streitigkeiten ein erhebliches Risiko, dass die Kosten am Ende den Ertrag übersteigen, wenn Sie nicht entsprechend rechtsschutzversichert sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung. Nach eine positiven Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

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