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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 26225
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag! Am Montag wurde ich von meinem Arbeitgeber gefragt,

Kundenfrage

Guten Tag! Am Montag wurde ich von meinem Arbeitgeber gefragt, ob ich meine Arbeitszeit von 36 Std. auf 20 Std. bis zum 30.10.2013 reduzieren könne, da die Umsatzzahlen stark rückläufig sind. Es wurde mir nur bis zum nächsten Tag Zeit eingeräumt. Da ich Angst hatte den Arbeitsplatz zu verlieren habe ich am nächsten Tag so eine Zusatzvereinbarung unterschrieben. Nun ist mir aber bewusst geworden, dass wenn ich jetzt gekündigt werde, nun Arbeitslosengeld unter Harz IV Niveau bekomme. Meine Frage: Kann ich dieser Vereinbarung noch widersprechen? Vielen Dank XXXXX XXXXX! Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wurden Sie durch den Arbeitgeber getäuscht oder bedroht?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein. Die Bedenkzeit war nur zu kurz.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Im Arbeitsrecht häufen sich die Fälle in denen Arbeitnehmer ohne oder nur mit einer kurzen Bedenkzeit Verträge unterzeichnen (müssen).

Die Rechtsprechung hält diese Verträge dennoch für wirksam und bindend.

Eine Rücktritts oder Widerrufsrecht gibt es in solchen Fällen leider nicht.

Eine Ausnahme besteht allerdings dann, wenn Sie durch den Arbeitgeber getäuscht oder bedroht worden sind.

In diesem Falle hätten Sie nach §§ 119,123 BGB ein Anfechtungsrecht.

Sie können dann den Vertrag wegen der Täuschung oder Drohung anfechten mit der Folge dass der unterzeichnete Vertrag von Anfang an unwirksam wird.

Nach Ihren Angaben scheidet diese Möglichkeit leider aus, so dass Sie an den Vertrag leider gebunden sind.


Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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