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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 26868
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Betreff: Dauercamping: Wir sind seit fast 20 Jahren auf Dauercamping:

Beantwortete Frage:

Betreff: Dauercamping:
Wir sind seit fast 20 Jahren auf Dauercamping:
unsere Plätze sind nicht Winterfest (Frisch- und Abwasser).
Jetzt hat sich eine Gruppe von Dauercampern zusammengeschlosssen und beschlossen
diese Leitungen in Eigeninitiative zu legen. Es werden Fachfirmen für die Anschlüsse beteiligt.
Zwischen einigen Plätzen sind Pächter die sich nicht daran beteiligen wollen/werden.
Der Verpächter hat signalisiert, dass er nichts gegen die Maßnahmen hat,wenn ihm keine Kosten und Arbeit entsteht.
Die Frage ist nun: können wir vom Verpächter des Campingplatzes verlangen, dass er die Kosten für diese Plätze übernimmt, und kann er diese auf die entsprechenden Camper( die ja auch in den Vorteileines winterfesten Platzes kommen als Sonderumlage einfordern?

Mit freundlichen Grüßen

Sieglinde Nitschke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit der Verpächter der Maßnahme zustimmt unter der Voraussetzung, dass ihm keine Kosten entstehen, können Sie keine vertraglichen Ansprüche gegen den Verpächter geltend machen.

Sie haben jedoch, wenn der Verpächter aus der Verlegung einen Vorteil zieht, grundsätzlich einen Anspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag gegen den Verpächter.

Soweit dieser durch die Anschlüsse einen wirtschaftlichen Vorteil erhält (Wertsteigerung der Plätze durch gestiegene Mieten,...) so können Sie die Verlegungskosten nach § 812 I BGB (ungerechtfertigte Bereicherung) einfordern.

Der Verpächter kann die Verlegungskosten nicht als Sonderumlage (wie etwa im Wohnungseigentumsrecht) einfordern. Er kann jedoch die Pächter/Mieter vor die Wahl stellen, einen neuen Pachtvertrag abzuschließen und die Wasserleitungen zu nutzen oder aber diese Pächter/ Mieter von der tatsächlichen (vertraglich nicht geschuldeten Nutzung) auszuschließen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


RASchiessl und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.