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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Hallo, wir haben Mitte des Jahres ein Haus gekauft und nun

Kundenfrage

Hallo, wir haben Mitte des Jahres ein Haus gekauft und nun feststellen müssen, dass wir vom Verkäufer arglistig getäuscht wurden.Die Kellerräume sind feucht und sie wurden halbhoch gefliest, so dass wir es erst nach Ablösen derer feststellen konnten.Es befindet sich schwarzer Schimmel dahinter.Wir haben bereits einen Gutachter kommen lassen, der uns mündlich schon mal bestätigt hat, dass der Schaden schon vor dem Kauf war und niemand in den Kellerräumen wohnen darf!Dann haben wir den Vor-Vorbesitzer ausfindig gemacht, der sagte, dass er vor Verkauf des Hauses unserem Verkäufer darüber informiert hat, dass der Keller seit 2009 feucht ist, uns wurde nie etwas davon gesagt.Wir möchten den Kaufpreis nicht mindern, wir möchten den Kauf rückgängig machen!???Die Verträge seitens des Notares sind abgeschlossen und der Verkäufer hat das Geld per Direktauszahlung von der Bank bekommen. Wie stehen unsere Chancen alles rückgangig zu machen???
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Sie können den Vertrag über die Anfechtung rückabwickeln. Sie müssen den Kaufvertrag dafür anfechten. Das machen Sie schriftlich ggü. Ihrem Verkäufer. Die Erklärung muss jedenfalls enthalten, dass Sie den Vertrag anfechten, sowie die tatächlichen Umstände, auf die Sie Ihre Erklärung dann gründen. Hier geben Sie an, dass der Verkäufer vom Wasserschaden gewusst hat, Ihnen dies aber nicht offenbarte obschon er erkannte, dass dieser Umstand für Sie entscheidungserheblich gewesen ist. Gleichzeitig können Sie den Verkäufer zur Rückzahlung des Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Rückübertragung des Grundstückes auffordern. Hierfür setzen Sie dann auch gleich eine Frist. Wenn der Verkäufer nicht zahlt, hätten Sie den Gerichtsweg zu beschreiten. Im Verfahren hätten Sie den Mangel, also die Feuchtigkeit, sowie zu beweisen, dass der Verkäufer von diesem Mangel Kenntnis hatte und Ihnen aber nicht offenbart hat. Der Mangel wäre mit einem Gutachten zu belegen, nötigenfalls würde das Gericht einen Gutachter bestellten, dafür, dass der Mangel dem Verkäufer bekannt war, können Sie den Vorbesitzer als Zeugen anführen. Für ein Gerichtsverfahren werden Sie eine Anwalt benötigen, da der Streitwert wohl über 5000,- liegen dürfte. Neben der Rückabwicklung des Vertrages können Sie auch Schadensersatz geltend machen, bspw. Investitionen in das Grundstück, müssen sich in dem Fall aber auch auf den Anspruch eine hypothetische Vergleichsmiete für die Dauer Ihrer Nutzung anrechnen lassen.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
RAScholz und 2 weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ist es notwendig eine Anzeige wegen Betruges zu erstatten?
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

notwendig ist dies für Ihren zivilrechtlichen Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises nicht. Gleichwohl kann sich ein strafrechtliches Vorgehen - oder die Androhung desselben - eignen, den täuschenden Verkäufer von der Ernsthaftigkeit der Sache zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt