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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 26613
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Muss ich ein privates Gutachten (als Gegengutachtenzum Gerichtsgutachten)

Kundenfrage

Muss ich ein privates Gutachten (als Gegengutachtenzum Gerichtsgutachten) in meinem Prozess wegen ärztl. Behandlungsfehler, um dessen Erstellung ich gebeten hatte, bezahlen, und der Gutachter nach meiner Bitte um Erstellung lediglich zurück schrieb, dass er das Gutachten gern erstellen würde wollen, weil es sein medizinisches Fachgebiet betreffen würde; aber meine Vorgaben zum Gutachten im Gutachten gar nicht erfüllt waren!

Über Kosten des Gutachtens hatte er im Antwortschreiben nichts geschrieben, obwohl er meine beiden Aktenordner (die Aktenordner beinhalteten die Unterlagen zum laufenden Gerichtsverfahren, die ich bekommen hatte) ja bereits hatte, da ich sie ihm gleichzeitig mit der Bitte um Erstellung eines Gutachtens unter Vorgabe der zu klärenden Details, zugesandt hatte .
Für ein objektives Gutachten müssen meines Wissens weitere Unterlagen/Informationen vom Gutachter eingeholt werden.
Statt eines weiteren Briefes des Gutachters zu den Kosten des Gutachtens kam Wochen später das Gutachten (deklariert als wissenschaftliches Gutachten, was ich gar nicht bestellt hatte, ich hatte im Brief an den Gutachter mit der Bitte um Erstellung eines „privatärztlichen Gutachtens“ vorgegeben, was für mich im zu erstellenden Gutachten wichtig ist) gleichzeitig mit der Rechnung über ca. 4.500,- EURO !!!!
Meine Vorgaben zum Gutachten (u.a. Klärungsbedarf ärztlicher, medizinischer und krankenpflegerischer Behandlungsfehler) wurden in diesem Gutachten gar nicht speziell erwähnt !
Also wieder ein Gefälligkeitsgutachten von Prof. Dr. Dr. ….. an Prof. Dr. …!
Pensionierte, medizinische Professoren sprechen und schreiben in einem solchen Fall, wie meinem, von einem Vertuschungs – Gutachten.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Das von Ihnen in Auftrag gegebene Gutachten stellt einen Werkvertrag dar.

Dabei muss der Gegner zunächst den Inhalt des Vertagsschlusses in Nachweis bringen.

Soweit der Gegner wissenschaftliches Gutachten erstellt hat, muss er in Nachweis bringen, dass Sie einen entsprechenden Auftrag dazu erteilt haben. Ansonsten liegt keine ordnungsgemäße Erfüllung des Werkvertrages vor, so dass Sie entweder Nacherfüllung verlangen , oder den Vertrag kündigen können.

Die Nacherfüllung, § 635 BGB würde in diesem Falle beinhalten, dass der Gutachter auf (wie von Ihnen verlangt) ärztliche, medizinische und krankenpflegerische Behandlungsfehler einzugehen hat.

Da der Gutachter das von Ihnen gewünschte Werk nicht erbracht hat, ist der verlangte Werklohn bislang noch nicht fällig. Das bedeutet, der Gutachter kann weder seinen Werklohn, noch als Verzugsschaden die Anwaltskosten von 275 EUR verlangen.

Hinsichtlich der Kosten des Gutachtens gilt § 622 BGB. Das bedeutet, wenn Sie nichts vereinbart haben, so gilt der für Gutachter übliche Stundensatz als vereinbart. Einen gesonderten Hinweis auf die entstehenden Kosten bedarf es hierzu allerdings nicht.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt