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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 22851
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo mein vater hat ein schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale.de

Kundenfrage

hallo
mein vater hat ein schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale.de erhalten, und "leider" ausgefüllt zurückgesandt . Er ist seid 8 Jahren Rentner und nicht mehr als Architekt tätig. Das wollte er ordnungsgemäß mitteilen . Erst nachdem er das Schreiben abgeschickt hat, zeigte er es mir . Mir kam es spanisch vor und schaute im Internet. Und meine Befürchtungen wurden bestätigt . Reine Abzocke . Was sollen wir nun unternehmen ? Überall in den verschiedenen Foren steht, man sollt einen Anwalt einschalten . Ist es sofort zu empfehlen, oder erst mal einen Wiederspruch einzulegen und auf die wohl kommende Zahlungsforderung warten und danach einen Anwalt einschalten ?
Schon einmal Danke XXXXX XXXXX Antwort
mfg
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Verträge mit der Gewerbeauskunft-Zentrale unterliegen in der Regel der Anfechtung wegen arglsitiger Täuschung.

Die Firma übersendet vorgefertigte unternehmensbezogene Datenbögen und fordert den Empfänger auf, diese um einige weitere Angaben zu ergänzen, um den Bogen sodann unterschrieben zurückzufaxen.

Im kleingedruckten Fließtext findet sich der leicht überlesbare Hinweis, dass durch Unterzeichnung und Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommt. Dabei wird hier auch mit unverständlichen Abkürzungen gearbeitet, die den Leser zusätzlich irritieren.

Solche Verträge sind wegen der versteckten Kostenpflichtigkeit der beworbenen Dienstleistung, beziehungsweise wegen des nicht unmissverständlichen Hinweises auf eine solche Kostenpflicht sowie des in die Irre führenden Aufbaus und der sprachlichen Gestaltung der Bögen anfechtbar.

Sollte Ihr Vater einen solchen Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie zunächst noch einmal ein Musterschreiben an den Anbieter richten, mit welchem Sie die geltend gemachte Forderung zurückweisen und einen Vertragsschluss ausdrücklich, insbesondere aber wegen einer arglisitgen Täuschung nach § 123 BGB bestreiten.

Ein gutes Musterschreiben finden Sie auf der nachfolgenden Webseite der HWK Reutlingen:

http://www.hwk-reutlingen.de/branchenbuch-abzocke.html

Im Übrigen: Gerne weist der Anbieter jüngsthin auf ein Urteil des AG Köln hin, das in der Tat eine der Gewerbezentrale günstige Entscheidung getroffen. Allerdings handelt es sich hier um ein Urteil eines erstinstanzlich zuständigen Gerichts, das zudem im vereinfachten Verfahren erging - also ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

Dagegen gibt andere Entscheidungen, wie etwa des Landgerichts Düsseldorf, vor dem die Gewerbezentrale gescheitert ist:

http://www.ferner-alsdorf.de/2011/04/urteil-gewerbeauskunft-zentrale-unterliegt-vor-dem-lg-dusseldorf/wettbewerbsrecht/strafrecht/rechtsanwalt/verkehrsrecht/



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Verträge mit der Gewerbeauskunft-Zentrale unterliegen in der Regel der Anfechtung wegen arglsitiger Täuschung.

Die Firma übersendet vorgefertigte unternehmensbezogene Datenbögen und fordert den Empfänger auf, diese um einige weitere Angaben zu ergänzen, um den Bogen sodann unterschrieben zurückzufaxen.

Im kleingedruckten Fließtext findet sich der leicht überlesbare Hinweis, dass durch Unterzeichnung und Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommt. Dabei wird hier auch mit unverständlichen Abkürzungen gearbeitet, die den Leser zusätzlich irritieren.

Solche Verträge sind wegen der versteckten Kostenpflichtigkeit der beworbenen Dienstleistung, beziehungsweise wegen des nicht unmissverständlichen Hinweises auf eine solche Kostenpflicht sowie des in die Irre führenden Aufbaus und der sprachlichen Gestaltung der Bögen anfechtbar.

Sollte Ihr Vater einen solchen Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie zunächst noch einmal ein Musterschreiben an den Anbieter richten, mit welchem Sie die geltend gemachte Forderung zurückweisen und einen Vertragsschluss ausdrücklich, insbesondere aber wegen einer arglisitgen Täuschung nach § 123 BGB bestreiten.

Ein gutes Musterschreiben finden Sie auf der nachfolgenden Webseite der HWK Reutlingen:

http://www.hwk-reutlingen.de/branchenbuch-abzocke.html

Im Übrigen: Gerne weist der Anbieter jüngsthin auf ein Urteil des AG Köln hin, das in der Tat eine der Gewerbezentrale günstige Entscheidung getroffen. Allerdings handelt es sich hier um ein Urteil eines erstinstanzlich zuständigen Gerichts, das zudem im vereinfachten Verfahren erging - also ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

Dagegen gibt andere Entscheidungen, wie etwa des Landgerichts Düsseldorf, vor dem die Gewerbezentrale gescheitert ist:

http://www.ferner-alsdorf.de/2011/04/urteil-gewerbeauskunft-zentrale-unterliegt-vor-dem-lg-dusseldorf/wettbewerbsrecht/strafrecht/rechtsanwalt/verkehrsrecht/



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt