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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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Wir sind mehr als 10 Jahr am Markt Finanzmarkt (Vermittlung

Kundenfrage

Wir sind mehr als 10 Jahr am Markt Finanzmarkt (Vermittlung von Finanzierungen, § 34 c)
auf unsere Werbeanzeige (Darlehensvermittlung) in der Zeitung meldete sich ein Kunde bei uns, weil er nach seiner Aussage woanders keine Finanzierung bekommen hatte (u. a. bei der LBS). Er unterschrieb unseren Auftrag/Geschäftsbesorgungsvertrag. Als Zusatzleistung boten wir ihm die aktive Mithilfe bei der Suche der entsprechenden Immobilie an, indem wir Kollegen (Immobilienmakler im Ort) anriefen und diesbezüglich nachfragten. Daraufhin kamen 2 - 3 Immobilien in die nähere Auswahl, wo auch Besichtigung stattfand. Wir begleiteten den Kunden und sollten sogar sein eigenes KFZ fahren, weil er sich nicht traute. Weiterhin musste ein Architekt beauftragt werden, weil bei einem der Häuser keine Pläne mehr existierten. Eines der Häuser konnte beim ersten Versuch nicht finanziert werden, da die Renovierungskosten zu hoch gewesen wären. Noch bevor der zweite Versuch starten konnte, haben die Eigentümer das Haus ihrem Nachbarn verkauft, der schon länger darauf spekuliert hatte. Zu diesem Zeitpunkt war lt. Aussage unserer Finanzierungspartner nur eine Finanzierungshöhe von EUR ca. 90 - 110.000 machbar, was sich jedoch ständig ändern kann, überhaupt mit dem Hintergrund, dass die Ehefrau des Kunden einen 400 EUR - Job begann;
Die Kunden sollten sich ein passendes Haus in diesem Rahmen suchen und uns gleichzeitig über Neuigkeiten in Bezug auf das Einkommen liefern, damit eine höhere Finanzierung geprüft werden könne.
Es verging einige Zeit, während auch wir einige Häuser gefunden hatten, die dem Kunden aber nicht zusagten;
Zum Zeitpunkt der ersten Anfrage war die Bonität des Kunden noch ziemlich schwach (eben bis ca. 90 - 100 TSD), doch dann hatte die Ehefrau den Nebenjob;
Gestern kamen die Eheleute zu uns und teilten uns mit, dass sie ein Haus gekauft hätten und alles unter Dach und Fach sei für EUR 140.000.-, bei der LBS, wo sie vorher schon eine Ablehnung bekommen hatten.
wir hatten damals zu Vertragsbeginn eine Anzahlung von EUR 3.500.- mündlich vereinbart, welche der Kunde auch geleistet hatte.
Der Kunde hat also entgegen des Geschäftsbesorgungsvertrages gehandelt, indem er woanders die Finanzierung gemacht hat, und will jetzt das Geld zurück.
Für schwierige Fälle waren 3,57 % des Darlehensbetrages vereinbart.

Heute rief uns die LBS an und legte uns nahe das Geld zurückzuzahlen, sonst würde der Kunde zum Rechtsanwalt gehen.

Frage: wie ist hier die rechtliche Situation ? Welche Möglichkeiten gibt es für uns ?
Wo können wir Ihnen unseren Geschäftsbesorgungsvertrag hinfaxen/mailen ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Vertragsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie haben einen Vertrag mit dem Kunden, dass Sie diesem die Finanzierung besorgen.

Soweit sich der Kunde entgegen dem Vertrag doch anderweitig selbst um eine Finanzierung bemüht hat, liegt ein Vertragsbruch vor. Der Kunde macht sich insoweit schadensersatzpflichtig.

Der Schaden liegt in der Höhe der Anzahlung.

Daher müssen Sie diese auch nicht zurückzahlen.

Darüber hinaus kommt es aber auf die vertraglichen Einzelheiten an. Sie sollten den Vertrag mit dem Kunden daher ggf. einem Rechtsanwalt zur Prüfung und abschließenden Stellungnahme vorlegen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter RA Schwerin, da wir lange in der Branche tätig sind, ist der von Ihnen mitgeteilte Umstand bekannt und nicht erfragenswert.
Ohne unseren GBV, welchen wir Ihnen vorher faxen oder mailen wollten, kann doch hier niemals eine Aussage gemacht werden. Deshalb hatten wir bei unserer Frageformulierung bereits einen elektronischen Kommunikationsweg erbeten, damit die Frage überhaupt beantwortet werden kann. Dass ein Vertrag zunächst eingehalten werden muss, ist nicht die Frage gewesen.
Wir möchten insofern dann bezahlen, wenn die Frage vollumfänglich beantwortet ist.
Freundliche Grüße
Hans Günter Kessel
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe in meiner Antwort bereits zum Ausdruck gebracht, dass eine abschließende Beurteilung auch erst nach Vorlage des Vertrages möglich ist.

Gern können Sie mir den Vertrag zukommen lassen.

Die erforderlich Daten erfragen Sie bitte über www.raschwerin.de

Vielen Dank. Ich melde mich zurück soweit mir der Vertrag vorliegt und ich diesen entsprechend geprüft habe.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für den Vertrag. Relevant ist Punkt 10.

Da hier Ihr Kunde sich selbst eine Finanzierung besorgt hat, haftet er nach Punkt 10 auf die Vergütung nach Punkt 5.

Insoweit haben Sie diese Vergütung schon erhalten und müssen den Betrag auch nicht erstatten.

Darüber hinaus käme - soweit der Kunde den Nachweis erbringen kann, dass kein Schaden entstanden ist - der Anspruch aus Punkt 6 in Betracht und der Kunde müsste wenigstens 50 % zahlen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Bitte bewerten und akzeptieren Sie noch meine Antworten.

Danke.