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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Versicherungsrecht
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Abgeschlossener Fachanwaltslehrgang für Versicherungsrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Versicherungsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Anwältin, sehr geehrter Herr Anwalt, folgende

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,

folgende Situation stellt sich dar:

Mein Lebensgefährte und ich waren vor ein paar Tagen mit meinem PKW bei meiner Tante zu einer Familienfeier zu besuch. Sie wohnt in einer engen Spielstrasse (Sackgasse) und ich parkte vor dem Haus. Da nach und nach weitere Verwandte mit dem PKW anreisten, musste ich meinen PKW in die Garageneinfahrt umsetzen. Da ich bereits getrunekn hatte, bat ich meinen Freund dies für mich zu erledigen.

Da die Einfahrten und die Strasse sehr eng sind, stellt sich ein Wendemanöver als etwas kompliziert dar. Mein Freund ist auch noch etwas unerfahren was das Fahren angeht. Nun passierte, was passieren musste. Meun Freund nahm beim Wenden die Kurve zu großzügig und achtete nicht auf den Zaun, welcher an die Häuser grenzt.

Ergebnis: Er ratschte mit der PKW-Front am Zaun und einem einbetonierten Pfeiler entlang. Dies zog neben Lackkratzern auch eine große Beule in der Front mit sich. Laut Werkstatt muss die Stoßstange komplett getauscht und der Kotflügel teillackiert werden.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass mein Freund seit Anfang des Jahres eine private Haftpflichtversicherung besitzt, in welcher auch "Gefälligkeitsschäden" bis zu 50.000 Euro mitversichert sind.

Nun ist es jedoch so, dass wir zusamme wohnen und unter der selben Adresse gemeldet sind. Wir haben jedoch verschiedene Nachmamen und sind in keiner eingetragenen Lebenspartnerschaft ("Homo-Ehe").

Kann es hier zu Problemen kommen, bzw. dürfte der Versicherer deswegen die Regulierung ablehnen?

Wenn ja, wie könnte man dem entgegenwirken? Die Adresse meiner Eltern angeben?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Versicherungsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Besteht denn eine Kaskoversicherung für das Fahrzeug?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tut sie. Aber nur Teilkasko. Hier ist der Schaden nicht mit abgedeckt. Aber gerade für solche Fälle hatten wir bei der Wahl unserer (getrennten) Privathaftpflichtversicherungen ja auf den Punkt "Gefälligkeitsschäden" geachtet.

In seinen VS-Bedingungen heißt es "

XI. Gefälligkeitshandlung

1. Der Versicherer leistet im Interesse des Versicherungsnehmers aus der Privat-Haftpflichtversicherung auch dann, wenn der Versicherungsnehmer einem Dritten im Rahmen eines Gefälligkeitsverhältnisses (zum Beispiel durch Umzugshilfe) einen Schaden zufügt. Der Versicherer wird sich insoweit nicht auf § 242 BGB berufen. Dies gilt nicht, soweit ein anderer Versicherer oder ein Sozialversicherungsträger leistungspflichtig ist."

Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Wenn die Kasko den Schaden übenehmen würde wäre diese vorrangig (daher meine Frage), wie auch Ihre Versicherungsbedingung zeigen.

Ihre Beziehung zum Schädiger dagegen spielt keine Rolle.

Die Gefälligkeitsversicherung deckt typischerweise Schäden ab, bei denen eine stillschweigende Beschränkung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit als vereinbart angesehen wird.

Diese ist bei Ihrem Lebensgefährten der Fall es ist davon auszugehen, dass die Hilfeleistung mit einen stillschweigenden Haftungsausschluss verbunden war, so dass ein Gefälligkeitsverhältnis vorliegt.

Gefälligkeitsverhältnisse haben Sie auch überwiegend im Nachbarn, Freundes oder Familienkreis, so dass auch der von Ihnen geschilderte Schadensverlauf nicht ungewöhnlich ist.

Die Einstandspflicht ist daher auch deshalb nicht ausgeschlossen, weil der Schaden beim Lebenspartner entstanden ist.

Sie können und sollen daher den Schaden so schildern, wie er sich auf tatsächlich ereignet hat.

Bei der Regulierung sollten keine Probleme auftreten.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Versicherungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
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