So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ClaudiaMarieSch...
ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Versicherungsrecht
Zufriedene Kunden: 16947
Erfahrung:  18 Jahre Anwaltserfahrung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Versicherungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Ich wohne mit meiner Familie in der Schweiz.Vor 9 Jahren habe

Kundenfrage

Ich wohne mit meiner Familie in der Schweiz.Vor 9 Jahren habe ich bei einer deutschen Lebensversicherungsgesellschaft eine sog. Aussteuerversicherung abgeschlossen,für meine Tochter. Der Makler (in Deutschland) empfahl damals die Angabe einer deutschen Adresse wie auch eines Bankkontos in Deutschland für das LSV. Ich füllte den Antrag aus,liess aber das Adressfeld leer. Der Makler füllte es in (seiner) Handschrift aus,die sich sichtlich von der meinen unterscheidet. Als Arzt,der über mich Bescheid weiss,gab ich die Adresse meines Arztes in Zürich an.Neun Jahre lang kassierte die Versicherung munter die Prämien. Jetzt hat meine Tochter geheiratet.Die Versicherung schreibt mir nun,sie fechte den Vertrag an,da ich mit unrichtigen Angaben die Versicherung zur Annahme meines Antrages verleitet hätte. Ihr Tätigkeitsfeld sei nur auf die Versicherung für Personen ausgerichtet,die in Deutschland wohnen.Sie will mir die Leistung aus der Versicherung nicht auszahlen, nur den RKW. Darf sie das? Obschon der Wohnsitz in der Schweiz keine Risikovermehrung bringt,im Vergleich zum deutschen Wohnsitz? Obschon 9 Jahre vergangen sind seit der Antragstellung? Obwohl sie die (von ihr jetzt vorgenommene Ueberprüfung, ob ich oder meine Tochter jemals an der angegebenen Adresse gewohnt hätten (mit negativem Ergebnis) schon damals hätte vornehmen können? Danke vielmals.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Versicherungsrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Anfechtung muss gemäß § 121, Abs. 1 BGB unverzüglich erfolgen, nachdem von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt wurde. Soweit hier überhaupt ein Anfechtunsgrund besteht, wäre eine Anfechtung jedenfalls verfristet, da die Versicherung sich das Wissen des Maklers zurechnen lassen muss.

Weiterhin erfolgt bei einer Anfechtung die Rückabwicklung der empfangenen Leistungen. Danach kann die Versicherung nicht den Restwert als Grundlage nehmen, da dies einen bestehenden Versicherungsvertrag voraus setzen würde. Vielmehr sind dann die geleisteteten und von der Versicherung empfangenen Leistungen zu erstatten nebst Zinsen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie schreiben: "Versicherung sich das Wissen des Maklers zurechnen lassen muss".
Worauf stützen Sie diese Aussage?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie schreiben: "Versicherung sich das Wissen des Maklers zurechnen lassen muss".
Worauf stützen Sie diese Aussage?
Zudem haben Sie meine zentrale Frage offen gelassen: kann eine Versicherung den Vertrag aufgrund eines Umstandes anfechten, der gar keinen Einfluss auf die Risiko-Insität hat/haben kann?
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Versicherung muss sich das Verhalten des Maklers zurechnen lassen. Dieser wird als Geschäftsbesorger für die Versicherung tätig. Anspruchsgrundlage ist der Versicherungsvertrag i.V.m. § 278 BGB.

Die Möglichkeit der Anfechtung ist nach meiner Auffassung verfristet. Daher kommt es auf einen Anfechtungsgrund nicht mehr an.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie schreiben:
Die Möglichkeit der Anfechtung ist nach meiner Auffassung verfristet. Daher kommt es auf einen Anfechtungsgrund nicht mehr an.

Offensichtlich teilt die Gesellschaft diesen Standpunkt nicht. Auch bedingt er eine Bewesiführung bezüglich des Mitwissens des Maklers. Deshalb scheint es mir doch sehr wichtig, den Anfechtungsgrund entkräften zu können. Ein überzeugendes Argument auf dieser Seite würde - zusammen mit den Zweifeln betr. verpasste Frist - die Versicherung davon abhalten, es auf einen Zivilprozess ankommen zu lassen. Ich bitte Sie deshalb nachdrücklich, diese Frage nicht auszuklammern. Vielen Dank XXXXX XXXXX
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Wohnsitz stellt keinen Grund dar eine Versicherungsleistung zu verweigern. Dies stellt eine Diskriminierung anhand des Wohnortes dar, der nicht den Regelungen des Grundgesetzes gedeckt ist. Weiterhin muss bei Antragsschluss der Makler Sie ausdrücklich darauf hingeweisen haben, dass der Versicherungsschutz nur Personen einschließt die bei Vertragsabschluss Ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Schließlich schränkt diese Klausel, die die Versicherung nachweisen muss die Freizügigkeit in Bezug auf die Wahl des Wohnortes ein. Wäre der Wohnsitz anfänglich in Deutschland gewesen und kurz danach in der Schweiz ergebe sich zm jetzigen Fall kein Unterschiedm wird aber trotzdem unterschiedlich bewertet. Schließlich hat der Makler die fehlenden Angaben ergänzt. Die Versicherung kann sich daher nicht darauf berufen getäuscht worden zu sein, da die vermeintliche Täuschung eine Person vorgenommen hat, die im Lager der Versicherung steht. Dies muss sich die Versicherung zurechnen lassen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Haben Sie einen anderen Experten, der in diesem Gebiet (Versuicherungsrecht) zu Hause ist? Die Antwort dieses Fachmanns mutet laienhaft an. Sorry.
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank!
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Rechtsanwalt Schiessl hat einen Fachanwaltslehrgang Versicherungsrecht absolviert.

Wäre das o.k. für Sie ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meine Frage liegt in allen Einzelheiten bzw. Ergänzungen vor. Ich freue mich schon darauf, wenn Frau RA Schiessl mir eine kompetente Antwort wird erteilen können.

Auf jeden Fall vielen Dank auch Herrn Schröter. Er hat sich bemüht, war prompt, aber seine Antwort kann ich leider dennoch nicht akzeptieren. Ich bin sicher, dass auf denjenigen Gebieten, wo er der Fachmann ist, seine Antworten professionell sind.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Herr Schiessl ist morgen am späteren Vormittag wieder online

Ich werde ihm die Frage weitergeben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank. Gute Nacht.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wo bleibt die Antwort von Herrn RA Schiessl?
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,leider kann nicht einmal er diese Frage beantworten.