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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 15733
Erfahrung:  18 Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Versicherungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin seit 2008 beihilfeberechtigt durch meinen

Kundenfrage

Guten Tag, ich bin seit 2008 beihilfeberechtigt durch meinen 2. Mann, welcher Berufssoldat ist. Bis dahin war ich Mitglied der Techniker-Krankenkasse (freiwilliges Mitglied). Ein guter, langjähriger Freund meines jetzigen Mannes hat dann die 30%, die noch über eine PKV abgesichert werden mussten, bei der Gesellschaft, bei der schon lange Jahre arbeitet, als Beihilfe-Zusatz abgesichert. Bei der Antragsausfertigung waren es ca. 4 Gesundheitsfragen. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich seit 1990 (leider durch meine damalige Situation, Ehemann kam nach 16 Jahren Ehe einfach nachts nicht mehr heim, erst am nächsten Morgen), an einer Generalisierten Angsterkrankung, leichten depressiven Störungen und einer Neurasthenie (Nervenschwäche), leide. Dies war die Diagnose meines damaligen Therapeuten, dem ich heute sehr dankbar bin, dass ich normal leben kann, jedoch eine Dauermedikation bekomme. Der Freund meines Mannes bzw. Vertreter hat gesagt, dies nehmen wir gar nicht mit rein, da so etwas eh nicht bezahlt würde, also können wir das gleich weglassen. Die Diagnosen standen aber, wenn mal eine Artzrechnung eingereicht wurde (3 oder 4, ich war ansonsten nicht beim Doktor außer wegen Gesundheitscheck, mal ein kleines Ekzem, welches nach einmaligem Besuch wieder erledigt war mit Hilfe einer Salbe.. Sommer, enge Jeans..und schon hatte ich am Oberschenkel ein Problem. Wie Ärzte sind (ich bin gelernte Arzthelferin) übernahm der Doktor hier in meiner neuen Stadt (100 km von meiner alten Heimatstadt) die Diagnose des alten Hausarztes, die sich nicht 100 % mit der des Therapeuten deckte (dort hieß es immer Agoraphobie, Hyperventilationsthetanie, Depressionen ... was zwar in die Richtung geht, aber doch eben eine viel stärkere Form darstellt). Somit war die PKV auch darüber unterrichtet, weil die Diagnosen immer auf den 3 oder 4 Rechnungen standen. Rechnungen, die ausschließlich die Rezepte für die GAE (generalisierte Angsterkrankung) beinhalteten, haben wir natürlich nicht eingereicht, da dies ja, wie wir wussten, ausgeschlossen war. Unsere Rechtsschutzversicherung wurde erst in diesem Jahr abgeschlossen, aber nicht deshalb, sondern weil ich schon voriges Jahr meinem Mann sagte, wir sollten so etwas haben (ich kannte das auch aus meiner ersten Ehe). Diese greift natürlich nicht. Wir nagen nicht am Hungertuch, aber ganz aus der eigenen Tasche einen eventuell lange währenden Prozess bezahlen, der dann auch noch nicht sicher zu unseren Gunsten entschieden wird... Mein Mann ist Stabsbootsmann, wir können gut leben, aber Prozesskostenhilfe bekommen wir nicht:).
Letzte Woche haben wir auch an den Ombudsmann der PKV geschrieben, denn aufgrund meines Alters kann ich auch nicht mehr in die Techniker-Krankenkasse als freiwilliges Mitglied, da ich genau 55 bin. Ich bzw. wir haen nichts verschwiegen, ich muss mich doch auf den Versicherungsvertreter verlassen können. Es waren wirklich nur 4 Fragen. Und da ich und auch mein Mann uns keiner Schuld bewusst waren, als im März ein Anschreiben kam, haben wir sogar dem jetzigen Hausarzt die Erlaubnis erteilt, die komplette Krankenakte elektronisch zu übersenden. Der alte Hausarzt mit seiner nicht ganz korrekten Diagnose hat dann noch angegeben, dass ich bei einem Therapeuten war. Nun behauptet die Kasse, arlistige Täuschung. Nein, wir wollten nicht täuschen, wir haben uns auf den Vertreter verlassen. Gerne hätten wir auch damals schon Zuschläge gezahlt oder diese Krankheit ausgeschlossen aus dem Vertrag (was wir ja auch so sahen, den Ausschluss). Nur eben heute wissen wir, dass der Ausschluss dieser Krankheit nicht einfach so durch den Antrag und über den Vertreter gehen kann. Aber das ist heute...
Kann die PKV mich einfach nun so kündigen, obwohl sie die Diagnosen schon 2009 kannten? Als mein Mann dort anrief wurde ihm gesagt, das wäre wohl überlesen worden. 2 oder 3 mal? Bei einem Anruf von mir sagte mir der Teamleiter, nun ja, es wird wohl zu einem Ausschluss der Krankheit und zu einem Zuschlag kommen. Mittlerweile wusste ich mehr, da ich mich über das Internet sehr damit befasst habe. Sah aber immer keine Böswilligkeit, da ich dem Vertreter alles gesagt hatte.
Am 11. Mai ging uns dann nach 2 Monaten warten die Kündigung zum 13. Mai zu.
Ich hatte eine Gesellschaft, die mich eventuell aufgenommen hätte, aber durch die Kündigung ist es ganz schlimm.
Kann ich noch irgend etwas tun? Außer in die schreckliche Hartz IV-Versicherung sprich Basistarif? Auch die Beihilfe geht dann auf, wie ein Mitarbeiter der PKV mir am Telefon sagte, AOK-Niveau. Ich sehe es noch schlimmer und im Endeffekt ist es ja auch so. Viel Geld für wenig Leistung. Jetzt sehe ich gerade im Versicherungsschein noch etwas, denn nun ich selbst die Akte mir mal genommen. Der Versicherungsschein ist ausgestellt auf meinen Mädchennamen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon verheiratet war...
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Versicherungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Für die Kasse stellt es sich leider so dar, dass arglistig getäuscht wurde, was einen Ausschlussgrund darstellt.

Es mag zutreffen, dass Sie der Vertreter falsch informiert hat, um zu einem Abschluss zu kommen.

Wenn Sie die falsche Information nachweisen können, weil etwa ein Zeuge zugegen war ( Ihr Mann oder jemand anderer) haben Sie gute Chancen.


Es gibt hier die Auge und Ohr Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach sich eine Versicherung das Handeln Ihres Vertreters zurechnen lassen muss.


Danach hätten Sie mangels Vorsatz nicht arglistig getäuscht und die Versicherung müsste Sie aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen viel Glück




Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



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Vielen Dank


ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Versicherungsrecht
Zufriedene Kunden: 15733
Erfahrung: 18 Jahre Anwaltserfahrung
ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Versicherungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für den Bonus ! Das ist sehr nett von Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gerne geschehen, ich hoffe nun nur noch, dass alles gut ausgeht.

DANKE noch einmal und falls ich mal wieder einen Rat auf die Schnelle brauche, werde ich mich bestimmt an Sie wenden.

 

Viele Grüße von

Gabriele Baumgartl

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne !

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