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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Versicherungsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

ich bin selbst ndige logop din und habe 2001 eine berufsunf higkeitsvers.

Kundenfrage

ich bin selbständige logopädin und habe 2001 eine berufsunfähigkeitsvers. abgeschlossen, 2003 war ich auf grund psych. probleme längere zeit im kh, seit dieser zeit arbeite ich nur mehr eingeschränkt (3x3h/woche), was weniger als 50% des vorherigen ausmaßes ausmacht, ich habe rückwirkend vorerst für 6 monate eine einmalzahlung erhalten; nun wurden gutachten eingeholt, die aber nicht belegen, dass ich "nicht 2h mehr arbeiten könnte", was 50% entsprechen würde und meinen anspruch zunichte machte. die vers. will mich nun loshaben und bietet mir eine einmalzahlung an, deren höhe ich nicht akzeptiere, ist es üblich, von der geamten vers. summe (rentenzahlung bis 2034) auszugehen und sich auf halbem weg zu treffen? in welcher höhe kann man das risiko, bei bestehender erkrankung auf den weiteren vers.schutz zu verzichten, abgelten? es geht um ca. € 500.- monatlich, die ich rückwirkend ab 2003 haben mächte, ich bin 2xwöchentl. in therapie, was noch 2-3 jahre fortgesetzt werden wird (an diesen tagen arbeite ich max. 1h zusätzlich), die vers. bietet mir eine einmalzahlung ab 2008, weil ich bis dahin medikamentenfrei war, was aber nicht mit gesund gleichzusetzen ist. ich möchte eine gütliche einigung, weil ich mich nicht in der lage sehe, mich rechtzufertigen bzw. den beweis anzutreten, alles nocheinmal von vorne aufzurollen. die vers. erwartet von mir ein angebot.
mit freundlichen grüßen, m.kabelka
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Versicherungsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern versuche ich Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Unter den gegebenen Voraussetzungen ist es naturgemäß sehr schwierig ein angemessenes Vergleichsangebot zu ermitteln, was einfach seinen Grund darin hat, dass kein Mensch in die Zukunft schauen kann, wie lange Ihre Berufsunfähigkeit und in welchem Unfange anhalten wird.

Aus taktischer Sicht solle man sicherlich wohl von der Maximalbezugsdauer ausgehen.

Bei Vergleichsverhandlungen ist es schon üblich sich sozusagen auf halben Wege zu treffen.

Insbesondere wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen weitere und längere Auseinandersetzungen vermeiden wollen, werden Sie bei Ihrer Forderungen Abstriche machen müssen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass eine Rente auch gar nicht gezahlt werden könnte, wenn entsprechende ärztliche Gutachten vorliegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank.
troesemeier und weitere Experten für Versicherungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
<p>danke für ihre rasche rückmeldung, ich möchte darauf hinweisen, dass die gutachten eigentlich für mich sprechen, es wurde lediglich das restleistungsvermögen als "unzureichend bewiesen" erklärt. d.h. die vers. sagt nicht "wir zahlen nicht", sondern bietet mir eben eine einmalzahlung + kündigung an.</p><p>"auf halbem weg" bedeutet die hälfte von der vers. summe oder von meinem angebot?</p><p>und noch eine frage: kann ich mit abschlägen von der einmalzahlung auf einen weiteren vers. schutz bestehen? eine andere vers. wird mich nicht nehmen.</p><p>mfg. m.kabelka</p><p>zusatz: ich bin 2003 nicht in pension gegangen, weil auch die arbeit ein stück "therapie" ist (struktur, aufgabe, bestätigung), kann ich eine mögl.pensionierung als druck verwenden, in diesem fall müsste die vers. nämlich auf jeden fall bis 2034 zahlen?</p>
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

es kann natürlich auch Taktik der Versicherung sein, Sie mit einem Einmalbetrag "abzuspeisen", um Sie eben tatsächlich loszuwerden.

Sie müssen also das Risiko insofern abschätzen, ob die Aussichten günstig sind, weiterhin bezugsberechtigt sein. Wenn die Aussichten für Sie günstig sind, sollten Sie vielleicht eher das Abfindungsangebot ausschlagen.

Im Übrigen bedeutet "auf halbem Wege": Die Mitte zwischen Maximalforderung und Mindestforderung.

An einem Angebot zur Einmalzahlung gegen Abschlägen bei weiterem Versicherungsschutz wird die Versicherung keinerlei Interesse haben.

Unter den gegebenen Umstände würde ich eher dazu neigen, dass man sich auf keine Abfindung einlässt, es sein denn es kommt ein sehr großzügiges Angebot.

Sie können ja noch die sogenannte "Kapitalisierung" einwerfen bzw. argumentativ verwerten. Hierzu folgendes: Die Versicherung muss Ihre Zahlungen aus einem Kapitalbetrag leisten, der nicht mehr zinsbringend angelegt werden kann. Bei Abfindung und Kündigung wird das Reskapital wieder frei und kann wieder angelegt werden. Die Versicherung macht also Gewinn. Genau dies ist die Basis um den Abfindungsbetrag nach oben zu "pushen".

Bei einem Bezugsrecht von noch 23 Jahren müsste die Versicherung in den nächsten Jahren insgesamt 138.000 € zahlen. Bei 2% Zinsen je Jahr wären dass Verluste für die Versicherung von ganz rund 2500 € je Jahr, die der Versicherung verloren gehen.

Ich würde 100.000 haben wollen.

Dies würde ich auch für vertretbar halten.

Dies ist aber nur eine ganz grobe Einschätzung.