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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Versicherungsrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Mein minderj hriger (17 Jahre alt) Pflegesohn (kein leibliches

Kundenfrage

Mein minderjähriger (17 Jahre alt) Pflegesohn (kein leibliches Kind sondern Unterbringung nach § 33 SGB VIII, ich habe das Personensorgerecht), der keinen Führerschein besitzt, hat nachts, als ich schlief, mein Auto benutzt und in einer Kurve zwei parkende Autos und mein Auto beschädigt. Er hatte dabei Alkohol (ca. 0,5%o und THC im Blut)

Das Fahrzeug ist Haftpflicht, Teil- und Vollkasko versichert.

Wie sieht es mit der Leistungspflicht der Versicherung und den möglichen Regressforderungen an meinen Pflegesohn aus, insbesondere da in meinen Versicherungsbedingungen steht, das unberechtigter Gebrauch dann nicht vorliegt, wenn der Fahrer in häuslicher Gemeinschaft mit mir lebt.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Versicherungsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wie die Versicherung schon richtig mitgeteilt hat, wird hier der Versicherungsschutz versagen, weil der Pflegesohn - dieser wird in diesem Fall einem leiblichen Sohn gleichgestellt - den Schaden grob fahrlässig begangen hat.

Ggf. wird sich die Versicherung - soweit Sie an die Gegenseite zahlt - das Geld von Ihnen bzw. dem Pflegesohn zurückholen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Die Antwort ist unbefriedigend, denn

1. wenn er berechtigter Weise gefahren ist (was aus meiner Sicht nicht möglich ist, da er keinen Führerschein besitzt) und er den Schaden grob fahrlässig begangen hat dann reguliert die Versicherung nach den AKB die Versicherung als Vollkaskoschaden den Schaden und verzichtet bei in häuslicher Gemeinschaft lebenden Fahrern auf die Rückforderung.

 

2. wenn er unberechtigter Weise gefahren ist dann wird der schaden als Teilkasko reguliert. Das Problem ist dabei, dass im Regelfall kein Jugendlicher den Autoführerschein besitzt oder alleine Auto fahren darf und nur dann nach den AKB berechtigter Weise den Wagen benutzt, wenn er mit mir in häuslicher Gemeinschaft lebt. Wenn er unberechtigter Weise den Wagen entwendet und mit seinem ebenfall minderjährigen Freund fährt, wäre dessen Unfall, weil nicht in häuslicher Gemeinschaft lebend, versichert und der Unfall durch meinen Pflegesohn nicht.

 

3. Er ist zwar vorsätzlich gefahren und hat deshalb grundsätzlich einen Unfall billigend in Kauf genommen, jedoch nicht vorsätzlich die Autos gerammt.

 

4. Mein Vermögen ist von dem meines Pflegesohnes getrennt und die rechtlichen Beziehungen zwischen ihm und mir enden mit dem Ende des Pflegeverhältnisses.

 

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
1) Er ist unberechtig gefahren.

2) Es besteht doch eine häusliche Gemeinschaft

3) Aber grob fahrlässig war der Unfall schon.

4) Ja sicher, aber zum Unfallzeitpunkt bestand das Verhältnis.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort:.
Die Antwort war unqualifiziert und falsch. Inzwischen hat mir die Versicherung telefonisch mitgeteilt, dass sie den Schaden regulieren wird und meinen Flegesohn nicht in Regress nehmen wird.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Dann ist doch alles wunderbar. Da haben Sie aber eine sehr kulante Versicherung.