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Steinbrecher
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Kategorie: Versicherungen
Zufriedene Kunden: 98
Erfahrung:  Versicherungsfachmann BWV
68787415
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Lohnt es sich gegen die Psychoklausel zu klagen. Autounfall

Kundenfrage

Lohnt es sich gegen die Psychoklausel in der privaten Unfallversicherung zu klagen. Autounfall und Ptds und Depression,HWS Distorsion.

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Versicherungen
Experte:  Steinbrecher hat geantwortet vor 2 Jahren.
Steinbrecher : Guten Morgen,
Steinbrecher : vielen Dank ***** ***** Anfrage. Gerne beantworte ich Ihnen diese bestmöglichst.
Steinbrecher : Wichtig dies ist keine Rechtsberatung dies dürfen zB nur Rechtsanwälte.
Steinbrecher : Diese Klausel was Sie wahrscheinlich meinen, kann leider nie pauschal beantwortet werden, da es auf sehr viele Faktoren ankommt.
Steinbrecher : Jedoch sollten Ihnen diese Texte Ihnen helfen:
Steinbrecher : Die Frage der Auslegung und Wirksamkeit der Psychoklausel hat in jüngster Zeit die Rechtsprechung nachhaltig beschäftigt. Im folgenden Beitrag wird dargelegt, worauf der Versicherte achten muss, wenn er einen Anspruch aus einer Unfallversicherung geltend machen will. AnspruchsvoraussetzungenDer Anspruch richtet sich nach den Bestimmungen der mit Abschluss der Versicherung vereinbarten Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungenin der jeweils geltenden Fassung (z.B. AUB 94, AUB 88, AUB 61).Nach § 1 I AUB 94 bietet der Versicherer Versicherungsschutz bei Unfällen, die dem Versicherten während der Wirksamkeit des Vertrags zustoßen. Nach der Legaldefinition des § 1 III AUB 94 liegt ein Unfall vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Nach § 1 IV AUB 94 gilt als Unfall auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird (Abs. 1) oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln, gezerrt oder zerrissen werden (Abs. 2). Nicht unter den Versicherungsschutz fallen die in § 2 AUB 94 genannten Ausschlusstatbestände, z.B. Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen, infolge Trunkenheit, durch Schlaganfälle, epileptische oder andere Krampfanfälle (§ 2 I Abs. 1 etc. AUB 94). Der Ausschlusstatbestand des § 2 IV AUB 94Hier von Interesse ist der Ausschlusstatbestand des § 2 IV AUB 94.Danach werden vom Versicherungsschutz krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen ausgeschlossen. Dabei ist gleichgültig, wodurch diese verursacht worden sind. Unter den Begriff „psychische und nervöse Störungen“ fallen Schäden infolge von Schock-, Schreck- und Angstreaktionen bzw. psychische Beeinträchtigungen, die auf einer psychischen Fehlverarbeitung beruhen. Diese Fehlverarbeitung muss ihrerseits Krankheitswert haben und darf nicht adäquat kausal auf einem organischen Schaden beruhen (BGH VersR 03, 634; OLG Koblenz zfs 05, 32; OLG Koblenz VersR 01, 1150 auch zu somatoformen Schmerzstörungen; ferner OLG Koblenz OLGR 01, 467 zur Frage der Beweisführung). Wirksamkeit der „Psychoklausel“In der Rechtsprechung ist die Frage der Wirksamkeit der Klausel im Hinblick auf einen Verstoß gegen § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG a.F. bzw. § 305c, § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB n.F. in Frage gestellt worden. Entgegen der Ansicht des Thüringischen OLG (VersR 02, 1019) hat der BGH sie als wirksam erachtet (VersR 04, 1039; VersR 04, 1449). Hierzu führt er aus: Nicht jede Leistungsbegrenzung bedeute schon eine Vertragsgefährdung. Sie sei zunächst grundsätzlich der freien unternehmerischen Entscheidung des Versicherers überlassen, soweit er mit der Beschreibung der Hauptleistung beim VN nicht falsche Vorstellungen erwecke. Eine Gefährdung sei erst anzunehmen, wenn mit der Einschränkung der Leistung der Vertrag ausgehöhlt werden könne und damit der Versicherungsvertrag in Bezug auf das zu versichernde Risiko zwecklos werde. Dies sei indes bei § 2 IV AUB 94 nicht der Fall. Der zugesagte Unfallversicherungsschutz für von außen auf den Körper wirkende Ereignisse (§ 1 III AUB 94) bleibe von der Klausel für alle Gesundheitsschäden – also einschließlich psychischer Leiden – unangetastet, soweit sich die Beschwerden nicht als Folge psychischer Reaktionen darstellten. Für den gesamten Bereich physisch vermittelter Unfallschädigungen greife der Ausschluss nicht. Bereits deswegen scheide eine Aushöhlung des Unfallversicherungsvertrags aus. Sein Zweck, Schutz vor Unfallrisiken zu bieten, werde in diesem weit gespannten Bereich ausreichend erfüllt.
Steinbrecher : Da es sich um großes Gebiet handelt, würde ich Ihnen Empfehlen einen Rechtsanwalt für Versicherung oder Verkehrsrecht aufzusuchen. Evtl haben Sie auch eine Rechtsschutzversicherung die diese Kosten tragen.
Steinbrecher : Ich wünsche Ihnen persönlich alles gute und viel Erfolg.
Steinbrecher : Mit freundlichen Grüßen ***** *****
Steinbrecher : P.S. Ich bitte um eine positive Bewertung (toller Service), denn nur so können wir diesen Service weiter anbieten. VIELEN DANK!

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