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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 6083
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor ein paar Tagen habe ich

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor ein paar Tagen habe ich mein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss auf einem Privatgelaende (wurde mir vom Vermieter versichert) umgeparkt und dabei das Fahrzeug eines Nachbarn leicht gerammt. Dieser rief die Polizei hinzu, welche mich mit auf die Wache nahm und 2 Blutproben entnehmen liess. Der Atemtest ergab 2,0 Promille. Der Fuehrerschein wurde mir an dem Tag nicht abgenommen. Ich habe ein Schreiben von der Polizeistelle erhalten, in dem mir Gefaehrdung des Strassenverkehrs unter Alkoholeinfluss vorgeworfen wird. Meine Frage ist, ob dies wirklich eine Gefaehrdung des Strassenverkehrs ist, obwohl sich der Unfall tatsaechlich auf Privatgelaende ereignet hat und dieses nicht verlassen wurde. Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Auch ein in privatem Eigentum stehendes und nicht dem allgemeinen Verkehr gewidmetes Gelände stellt einen öffentlichen Verkehrsraum im straßenverkehrsrechtlichen Sinn dar, wenn es von jedem beliebigen Verkehrsteilnehmer ohne Beschränkung auf einen bestimmten Personenkreis benutzt werden kann.

Dies hat das Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg (Az.: SS 116/92) entschieden.

Dieser Umstand sollte als Hauptverteidigungspunkt in Ihrem Fall vorgebracht werden und entsprechend schriftlich ggü. den Behörden dargestellt werden. Denn das beurteilende Gericht sieht dies ggf. anders.

Maßgeblich ist daher, ob Dritte ohne Probleme auf das Privatgelände zufahren können.

Ist letzteres der Fall, greift § 315c StGB ein.

Sofern Sie bislang wegen Alkohol im Verkehr noch nicht aufgefallen sind, kann durchaus "lediglich" mit einer Geldstrafe gerechnet werden. Da der Unrechtsgehalt auch nicht so hoch ist, wie wenn Sie unter Alkoholeinfluss im fließenden Verkehr einen Unfall verursacht hätten, kann - je nach Schaden - mit ca. € 1.000 - € 2.000 gerechnet werden. Dies obliegt letztlich dem Gericht.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank. Das Gelaende, welches fuer ca 4 PKW und 1 Wohnmobil Platz hat, ist nicht durch Schranken oder Verbotsschilder ausgezeichnet. Es besitzt jedoch eine eine andere Pflasterung als der oeffentliche Verkehrsraum, sowie Grenzsteine.
Im Falle des Entzugs des Fuehrerscheines oder sogar der Fahrerlaubnis wuerde ich gerne noch wissen, ob mir dies mit einer Frist angekuendigt wuerde.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ok, dann dürfte durchaus die Entscheidung des OLG auf Ihren Fall durchgreifen.

Sofern Sie "Ersttäter" sind, wird im Falle des Entzugs dieser angekündigt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok. Hier als Dateien Fotos der Einfahrt. Ja, ich bin Ersttaeter, noch nie durch Alkohol oder Drogen am Steuer aufgefallen.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wie angeführt, kann § 315c StGB hier zum tragen kommen.

Warten Sie einfach ab, was Ihnen vorgeworfen wird. Sie bekommen die Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme dazu.

Gerne dürfen Sie mich sodann wieder kontaktieren (nachdem Ihnen das Schreiben der Ermittlungsbehörden vorliegt).

Auf jeden Fall ist der Unrechtsgehalt - wie oben beschrieben - weit geringer einzuschätzen als bei den üblichen Tatbegehungen nach § 315c StGB.

Konnte ich Ihre Fragen beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

waren meine Ausführungen informativ bzw. haben diese Ihnen weitergeholfen? Haben Sie noch Rückfragen bzw. kann ich Ihnen sonst noch irgendwie weiter helfen?

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).

Hierdurch entstehen Ihnen keine Zusatzkosten. Insbesondere hat dies keinen Einfluss auf die bereits an das Portal geleistete Zahlung.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Verkehrsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, vielen Dank. Sie haben mir sehr weiter geholfen!