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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 5874
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich wurde von meiner Kfz-Versicherung informiert, dass ein

Beantwortete Frage:

Ich wurde von meiner Kfz-Versicherung informiert, dass ein Unfallgegner einen Schaden geltend macht. Der Unfall war im Juli d.J. und die Schuldfrage konnte nicht geklärt werden. Auf einer Landesstr. ohne Mittelstreifen berührten sich beide Fahrzeuge mit dem Außenspiegel. Da bei dem Unfall beide Parteien bestritten, den Unfall verursacht zu haben, einigte man sich (auf Vorschlag des Unfallgegners) darauf, dass jede Partei selbst für ihren Unfallschaden aufkommt. In beiden Fällen waren nur die Außenspiegel auf der Fahrerseite beschädigt. In unserem Fall beliefen sich die Gesamtkosten des kompletten Austausches inkl. Lackierung auf 250 Euro. Die gegnerische Seite versucht nun über ihren Anwalt 1000 Euro für den Austausch des Außenspiegels geltend zu machen. Unfallzeugen waren in unserem PKW meine Ehefrau und eine Freundin unseres Sohnes. Im Fahrzeug des Unfallgegners saß auf dem Beifahrersitz eine ältere Frau mit einem unangeschnallten Hund auf dem Schoß. Ob der Fahrer während des Unfalls von diesem Hund abgelenkt war, kann ich nicht ausschließen. Aus meiner Sicht und aus Sicht meiner Beifahrer wurde der Unfall vom Unfallgegner verursacht. Da mit dem Unfallgegner eine einvernehmliche Einigung erzielt wurde, lehne ich eine Übernahme der Kosten des Unfallgegners ab.Nun schreibt mir meine Versicherung, dass sie den geltend gemachten Schaden des Unfallgegners zu 50% übernehmen werden.
Wir haben deshalb die Unterlagen und Informationen zum Schaden ausführlich geprüft. Unsere Prüfung ergab, dass die Beschädigungen unfallbedingt entstanden sind. Unser Haussachverständiger hat an der Höhe der Reparaturkosten nichts beanstanden können. Das Spiegelgehäuse dieses Models ist sehr teuer.
Die Haftung beider Beteiligter sehen wir bei 50%. Jeder wirft dem jeweils anderen vor, nicht weit genug rechts gefahren zu sein. Unabhängige Zeugen existieren nicht.
Sie haben auch darauf hingewiesen, dass es eine Einigung in der Hinsicht gegeben habe, dass jeder seinen Schaden selbst tragen werde.
Sollte eine solche Vereinbarung getroffen worden sein, so wirkt diese leider nicht gegenüber dem Eigentümer des KFZ, der Leasinggesellschaft LeasePlan.
Wir werden die Reparaturkosten daher zu 50% regulieren.Fragen:
Warum schreibt die Versicherung, dass keine unabhängige Zeugen existieren. In unserem Fahrzeug saß meine Frau und eine Freundin unseres Sohnes.Warum ist die Vereinbarung gegenstandslos? Unter diesen Umständen hätte ich die Polizei hinzugezogen. Ich habe darauf verzichtet, da der Schaden gering war (bei uns 250 Euro) und die Gegenseite den Vorschlag machte, dass jeder seinen Schaden selbst trägt. Diese Vereinbarung soll nicht bindend sein, da der Fahrer nicht der Fahrzeugbesitzer ist. Hätte mir das Fahrer mitteilen müssen?Bei einem Telefonat mit der Versicherung wurde mir mitgeteilt, dass die Regulierungshoheit bei der Versicherung liegt und es mir frei steht, bei der gegnerischen Versicherung ebenfalls meinen Schaden geltend zu machen.Was kann ich tun, um die Hochstufung der Versicherung abzuwenden?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

1.) Warum schreibt die Versicherung, dass keine unabhängige Zeugen existieren. In unserem Fahrzeug saß meine Frau und eine Freundin unseres Sohnes.

Dies ist nicht zutreffend. Freundin des Sohnes ist sicherlich als unabhängige Zeugin anzusehen. Weiter sind auch die übrigen Personen im Streitfall als Zeugen anzusehen. Welchen "Zeugenwert" diesen beigemessen wird, hat ggf. ein Gericht zu entscheiden.

2.) Warum ist die Vereinbarung gegenstandslos? Unter diesen Umständen hätte ich die Polizei hinzugezogen. Ich habe darauf verzichtet, da der Schaden gering war (bei uns 250 Euro) und die Gegenseite den Vorschlag machte, dass jeder seinen Schaden selbst trägt. Diese Vereinbarung soll nicht bindend sein, da der Fahrer nicht der Fahrzeugbesitzer ist. Hätte mir das Fahrer mitteilen müssen?

Die Vereinbarung ist nicht gegenstandslos. Sie wirkt nur nicht ggü. der Leasinggesellschaft, da diese nicht an der Absprache bzw. dem Vertrag beteiligt ist. Ein Verzicht zu Lasten eines Dritten ist im deutschen Recht nicht möglich.

3.) Hochstufung

Eine Hochstufung kann nurch durch gereichtliche Feststellung der Unschuld an benanntem Verkehrsunfall erfolgen bzw. durch Eigenregulierung.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,
zuerst einmal vielen Dank für Ihrer schnelle Beantwortung meiner Fragen.zu 2.)
Mir war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht bewusst, dass der Unfallgegner nicht Besitzer des Fahrzeugs ist. Der Unfallgegner hat mich auch nicht hierauf hingewiesen.zu 3.)
Hier verstehe ich Ihre Antwort nicht. Sie schreiben, dass meine Versicherungsprämie nur dann hochgestuft werden kann, wenn ein Gericht meine Unschuld feststellt bzw. eine Eigenregulierung erfolgt.Was kann ich tun, um den Schaden abzuwenden. Ich und meine Beifahrer sind davon überzeugt, dass der Unfall durch den Unfallgegner verursacht wurde.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

zu 2.)Mir war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht bewusst, dass der Unfallgegner nicht Besitzer des Fahrzeugs ist. Der Unfallgegner hat mich auch nicht hierauf hingewiesen.Das ist irrelevant. Der Unfallgegner muss Sie hierüber nicht aufklären. Allerdings treten eben keine Rechtswirkungen zum Nachteil des Leasingunternehmens ein (siehe meine Ausführungen).zu 3.)Hier hat das System zwei Wörter verschluckt. Der Satz muss heißen:"Eine Hochstufung kann nur durch gerichtliche Feststellung der Unschuld an benanntem Verkehrsunfall verhindert werden bzw. durch Eigenregulierung."D. h. in diesem Fall müsste die Schuldfrage durch ein Gericht geklärt werden.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bedeutet das, dass ich nun nachträglich über einen Anwalt den Unfallgegner verklagen muss? Bedeutet das weiterhin, dass die unter Zeugen getroffene Vereinbarung (jeder übernimmt seinen eigenen Schaden) gegenstandslos ist?
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, dann müssten Sie über einen Rechtsanwalt die Schuldfrage vor Gericht klären lassen.

Die Vereinbarung können Sie anfechten (wegen Irrtums), da Sie nicht wussten, dass der Fahrer gar nicht Eigentümer war und die Vereinbarung somit haltlos ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Verkehrsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.