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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, wir haben gestern von privat ein Auto mit grüner Feinstaubplakette

Kundenfrage

Hallo, wir haben gestern von privat ein Auto mit grüner Feinstaubplakette gekauft. Heute beim Ummelden ist jedoch klar geworden, dass dieses Auto eigentlich nur eine gelbe Plakette zugeteilt bekommt. Der Verkäufer behauptet nun, dass bei seiner damaligen Anmeldung eine grüne Plakette richtig war - sich in der Zwischenzeit jedoch die Einteilung geändert hätte. Nach Rücksprache mit dem TÜV ist klar, dass dies falsch ist. Dieses Auto hätte niemals eine grüne Plakette bekommen dürfen. Lohnt es sich bei einem Vertrag "gekauft wie gesehen", auf Teilrückzahlung und Rücknahme des Autos zu hoffen?

Vielen Dank vorab,
S.W.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Fahrzeug ist ohne die grüne Plakette mangelhaft.

Der Verkäufer hat Sie insoweit getäuscht.

Damit können Sie den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anfechten und rückabwickeln.

Alternativ kann auch der Kaufpreis gemindert werden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob meine Rückfrage versendet wurde. Daher nochmal:


Ist es auch eine Täuschung, obwohl nirgends festgehalten wurde, dass das Fahrzeug eine grüne Plakette hat? Dies ist ja lediglich durch den Aufkleber an der Scheibe sichtbar. Wir als Käufer hätten eigentlich ja auch den Fahrzeugschein mit der dazugehörigen Emmisionsnummer nachprüfen können. Kann man also trotzdem von einer Täuschung ausgehen? Wer zahlt unsere Anwaltskosten, falls wir vom Verkäufer eine Kaufpreisminderung bewirken wollen?


Vielen Dank vorab,


Mfg, S.W.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es ist auch ausreichend, wenn man dies über den Aufkleber an der Scheibe sieht.

Sie konnten davon ausgehen, dass das Fahrzeug die grüne Plakette hat.

Daher liegt nunmeh ein Mangel vor, der absichtlich verschwiegen wurde.

Daher kann man mindern oder rückabwickeln.

Die Anwaltskosten zahlt der Verkäufer als Schadensersatz.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,


vielen Dank für Ihre bisherigen Antworten.


Inzwischen hat sich etwas neues mit unserem Fahrzeug ergeben. Wir hatten 4 Tage nach Kauf einen Motorschaden, der nahezu dem Wert des Fahrzeugs entspricht = wirtschaftlicher Totalschaden. Nun möchten wir den Kaufvertrag komplett rückabwickeln. Ist dies auch mit zerlegtem Motor möglich und der Begründung, dass aufgrund der falschen Plakette arglistige Täuschung begangen wurde? Wir würden das Fahrzeug auf unsere Kosten zum Verkäufer schleppen.


Sollten wir gleich die Fahrzeugpapiere aushändigen oder darf dies nur im Gegenzug mit dem Kaufpreis geschehen?


MfG,
SW

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

War es Ihre Schuld, dass der Motor zerlegt ist?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, dies war in unserem Auftrag geschehen, da wir von einem kleinen, reparablen Schaden ausgegangen waren.
Der Motor liesse sich aber wieder zusammenbauen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Motorschaden ist also Ihre Schuld?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Die Schuldfrage ist natürlich nicht eindeutig. Wir haben das Auto 500km bewegt und sind mit Motorschaden liegen geblieben. Wir gehen davon aus, dass der Schaden bereits bei Übergabe bestand. Das Fahrzeug wurde vom ADAC in eine Werkstatt gebracht, in der wir das Auto reparieren lassen wollten. Da es aber nun nicht reparabel ist (nur mit Austauschmotor), hinzu die Sache mit der Plakette... heißt, unser Vertrauen zu Verkäufer und Auto ist weg. Wir möchten den Kauf rückabwickeln.


Vielleicht noch zur Nebeninfo: Der Verkäufer ist unter anderem KFZ-Händler. Das Austauschgetriebe, welches vor wenigen Monaten eingebaut wurde, wurde damals auch an seine Privatadresse verkauft. Hat der Motorschaden mit einem mangelhaften Einbau des Getriebes zu tun? Das Fahrzeug war zwar sein Privatwagen, wurde jedoch auch auf gewerblichem Grund übergeben. Auch die Gewährleistung wurde nicht explizit ausgeschlossen, sondern der Kaufvertrag erhält lediglich den vermerk "Privatverkauf".


 


MfG, SW

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ok, dann ist es natürlich nicht Ihre Schuld.

Dann kann man das Ganze auch auf den Motorschaden erstrecken.