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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verkehrsrecht habe ich bereits mehrere Mandate betreut.
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Advopro ist jetzt online.

Beim Ausparken in der Tiefgarage habe ich das fremde Auto verkratzt,

Kundenfrage

Beim Ausparken in der Tiefgarage habe ich das fremde Auto verkratzt, ich war absolut auf rückwerts konzentriert, die Lücke war ziemlich schmal. Wegen Radio habe ich leider nichts gehört. Ich bin nicht weggefahren, weniger Meter weiter habe ich geparkt, ich musste noch was erledigen, d.h. neben diesen Unfallort habe ich mehr als eine Stunde verbringen (wenn ich tatsächlich weg wollte, dass würde ich es sofort machen, Außerdem gas es Dutzende von Menschen in der Garage und es wäre dumm zu glauben, dass niemand es gemerkt hat). Ich bin geschäftlich viel unterwegs und nach zwei Tage bin ich weggeflogen. Als ich zurück bin, lag im meinem Briefkasten einen Brief von der Polizei zur Fahrzeugüberprüfung. Es gibt angeblich einen Zeuge, der die Polizei informiert hat. Ich habe mein Auto genaue angeschaut, es gibt tatsächlich Krätze auf der linken Seite. Was sollte ich Polizei sagen? Meine Freundin meint, dass "nichts bemerkt" Aussage eine schlechte Idee ist. Ich bedanke XXXXX XXXXX Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Alex.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Zunächst einmal muss ich Ihnen mitteilen, dass sie sich als Beschuldigter in einem Strafverfahren nicht selber belasten brauchen, also ein Aussageverweigerungsrecht haben.

 

Weiterhin brauchen sie auch zu der polizeilichen Vernehmung nicht zu erscheinen.

 

Erscheinen müssen Sie lediglich dann, wenn sie vom Gericht/Staatsanwaltschaft geladen worden sind.

 

Man müsste zunächst den Sachverhalt ermitteln, genau so wie er sich der Behörde darstellt (also z.B. Zeugenaussage)

 

Dieses kann grundsätzlich nur über eine Akteneinsicht in Erfahrung gebracht werden.

 

Da im Strafrecht eine Akteneinsicht grundsätzlich nur über einen Rechtsanwalt möglich ist, sollten Sie dringend darüber nachdenken, einen Rechtsanwalt vor Ort (Fachrichtungsstrafrecht) mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen und zunächst der Durchführung einer Akteneinsicht zu beauftragen.

 

Erst nach durchgeführter Akteneinsicht sollte dann zu den Vorwürfen Stellung genommen werden.

 

Es bietet sich an, dass sie nicht selber Stellung nehmen, sondern dieses ausschließlich schriftlich durch den Kollegen erfolgt.

 

Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, so schnell wie möglich einen Kollegen vor Ort zu beauftragen und sich am besten noch heute oder gleich morgen Früh mit der Polizei in Verbindung zu setzen und mitzuteilen, dass man zu der Beschuldigtenvernehmung nicht erscheinen wird, sondern nach durchgeführter Akteneinsicht über einen Rechtsanwalt Stellung nehmen wird.

 

Sofern Sie es nicht gemerkt hätten, würde kein Vorsatz vorliegen und Sie hätten sich nicht strafbar gemacht. Ob dieses aber glaubhaft ist, hängt auch von der größe des Schadens ab.


 

Im Ergebnis würde ich Ihnen dringend anraten, einen im Strafrecht tätigen Kollegen vor Ort zu beauftragen und zunächst eine Akteneinsicht durchzuführen.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und ein schönes Wochenende!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt









Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und weitere Experten für Verkehrsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich vermute aber, dass bei der Fahrzeugüberprüfung werde ich gefragt, von was die Krätze sind, obwohl das Auto schon 12 jahre alt ist. Ausserdem denke ich, dass die Tiefgarage videoüberwacht ist, weil im Polizeibrief genaue Zeit (14 Uhr 2 min) genannt ist.?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Ob die Tiefgarage videoüberwacht ist und ob aus dem Winkel der Kamera der Zusammenstoß erkennbar ist, können wir leider beide nicht sagen.

Dieses ließe sich gegebenenfalls über eine Akteneinsicht feststellen.

Im Streitfall muss man ihnen den Vorwurf nachweisen können.

Nach ihrer Schilderung gibt es hier aber zumindest einen Zeugen. Ich hatte ihnen auch daher geraten, eine Akteneinsicht durchzuführen, um zu schauen, was genau für eine Aussage dieser Zeuge gemacht hat.

Sofern Ihnen aber wie bereits gesagt kein Vorsatz nachweisbar ist, was bei einem extrem kleinen Schaden durchaus realistisch ist, können sich auch straffrei davonkommen.

Die konkrete Größe des Schadens müsste aber auch zunächst anhand der Akteneinsicht überprüft werden.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und alles Gute!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt