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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt und Diplom-Verwaltungswirt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 3108
Erfahrung:  Langjährig tätig als Rechtsanwalt im Bereich Verkehrsrecht
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Fakten: Vorwurf: innerorts 39km/h zu schnell (89 statt 50

Kundenfrage

Fakten:
Vorwurf: innerorts 39km/h zu schnell (89 statt 50 km/h)
Schreiben zu einer "Anhörung im Bußgeldverfahren" erhalten und bisher nicht reagiert. Vorwurf geht an meinen Vater der Halter des Fahrzeugs ist und ich als sein Sohn bin gefahren. Der Vorfall ereignete sich am 06.01.12 und am 24.01 kam das erste und bisher einzige Schreiben.
Meine Schilderung:
Ich kann mich an der Vorfall erinnern, habe mich aber schon damals über den Blitz gewundert, da ich nicht eine Änderung der Geschwindigkeitsberschränkung (bspw. durch ein Ortsschild) aus irgendwelchen Gründen (bspw. stark emotional angeregtes Gespräch mit meiner Freundin, Überholvorgang eines LKWs am Ortseingangsschild) nicht bemerkt hatte. Die Bebauung ist meiner Meinung nach auch in nicht geschlossenen Ortsschaften möglich. Es handelt sich auch um einen sehr kurzen innerörtlichen Streckenabschnitt (lt. Kommentar auf einer Internetseite zu diesem Blitzer ca. 300 Meter). Auf dem Foto bin ich wahrscheinlich einigermaßen zu erkennen und es ist eindeutig nicht mein Vater. Ich würde sehr gerne das normalerweise zu erwartende Fahrverbot umgehen (da ich eine Fahrerlaubnis beruflich benötige. Ich bin Berater bei einem TK-Unternehmen.) und wäre auch bereit eine erhöte Geldbuße o.ä. zu tragen.
Mein Vater und ich wissen nun nicht, wie wir uns verhalten sollen und denken über Verschiedenes in folgender Rangfolge nach:
1. erstmal nicht reagieren
2. Angabe/Schilderung des Problems, dass ich das Schild aus irgendeinem Grund nicht wahrgenommen habe
3. Unterstützung vom Arbeitgeber für eine entsprechende erklärung erbitten

Es wäre sehr gut, wenn sie mich in dieser sehr misslichen Lage unterstützen können. Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Jahren.

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich aufgrund Ihrer Schilderung gerne informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Wenn Sie nicht reagieren, wird die Polizei zunächst den tatsächlichen Fahrer ermitteln müssen. Das wird vermutlich über das Foto möglich sein. Gewissheit in diesem Punkt können Sie nur bekommen, wenn Sie Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen. Akteneinsicht bekommt aber nur ein Anwalt.

Das Fahrverbot können Sie vermeiden, indem Sie anregen, anstatt des Fahrverbotes ein höheres Bußgeld zu zahlen. Darauf geht die Bußgeldstelle normalerweise ein, wenn es das erste Fahrverbot gegen Sie ist. Das Bußgeld wird dann um das etwa 2 1/2-fache angehoben.

Ihre Einlassung, warum es zu diesem Geschwindigkeitsverstoß gekommen ist, ist zu diesem Zweck durchaus geeignet. Es sollte aus der Einlassung hervorgehen, dass es eine Ausnahme war. Und am Ende bitten Sie, vom Fahrverbot gegen eine höhrere Geldbuße abzusehen. Hier kann dann der Hinweis darauf erfolgen, dass Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind.

Um ganz sicher zu gehen, wäre möglicherweise die Einschaltung eines Anwaltes vor Ort zweckmäßig, der Ihnen bei der Einlassung behilflich ist.

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