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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 6229
Erfahrung:  mehrere Jahre Berufserfahrung
52374836
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wende mich mit einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich mit einer Frage an Sie, die mir seit mehreren Tagen Kopfzerbrechen bereitet und ich nicht weiss, wie ich (rechtlich) darauf reagieren soll. Hier erstmal der hoffentlich möglichst detaillierte Sachverhalt, damit Sie sich ein Bild der Situation machen können:
Vergangenen Mittwoch war ich in einer Disko mit Freunden feiern. Da ich als Bankkaufmann voll berufstätig bin ist mir dies wochentags sonst nicht möglich, letzte Woche jedoch hatte ich Urlaub.
Ich habe rückblickend recht viel getrunken, fühlte mich in der Disko jedoch fit -und ich war ja auch mit dem Fahrrad. Daher machte ich mir keine Sorgen für den Heimweg.
Aufgrund meienr "Schlangenlinien" wurde ich von einem Motorradpoliszisten an einer grösseren Ampelkreuzung gestoppt, während ich auf grün wartete. Ich fuhr korrekt auf dem Radweg der rechten Seite, Fahrrad ist voll verkehrssicher (LIcht vorne und hinten i.O., etc.). Bei der vor Ort durchgeführte Atemalkoholkontrolle - so der Polizist - habe ich einen Wert von 2 o/oo gehabt. Er bemühte einen Streifenwagen und ich wurde zur Blutprobe ins Präsidium gefahren.
Erst wollte ich dieser nicht zustimmen, tat es dann aber doch, um mich kooperativ zu zeigen. Das Ergebnis liegt noch nicht vor.

Weitere wichtige Hintergründe:
- das ganze passierte in DER Fahrradstadt - in Münster!
- vor genau 11 Jahren hatte ich bereits eine Alkoholfahrt mit über 2 o/oo - mit dem Auto allerdings. Machte und schaffte die MPU auf Anhieb. Diese Tat habe ich damals schon als absolut - Entschuldigung - bescheuert angesehen und es war tatsächlich eine Ausnahme!! (Ehrlich!)
- ich bin verkehrsrechtlich sonst nicht in Erscheinung getreten - Punkte in Flensburg keiner oder höchstens einer.

Wie kann ich jetzt am besten vorgehen? Was ist zu erwarten?

Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir zumindest eine grobe Einschätzung samt "Marschrichtung" für mein weiteres Vorgehen geben könnten.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüssen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich gilt das Alkoholverbot im Straßenverkehr nicht nur für motorisierte Fahrzeuge, sondern auch für Fahrräder, so dass bei einer Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad der Führerschein ebenfalls in Gefahr ist. Die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit liegt beim Fahrradfahrer höher als beim Autolenken, nämlich bei 1,6 Promille.

Es ist ratsam, sich mit einem erfahrenen Kollegen in Verbindung zu setzen und diesen zunächst mit der Akteneinsicht zu beauftragen. So erfahren Sie am schnellsten die Promillewerte. Auch wird der Rechtsanwalt mit Ihnen ausführlich das weitere Vorgehen besprechen.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]