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RAAlbers
RAAlbers, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 19
Erfahrung:  Seit 1998 als Rechtsanwältin tätig, seit 2003 in eigener Kanzlei.
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mein sohn ist vor 4 wochen mit einenm auto verungl ckt er war

Kundenfrage

mein sohn ist vor 4 wochen mit einenm auto verunglückt er war beifahrer sind von der strasse abgekommen und gegen eine wand .die versicherung vom fahrer übernimmt die beerdigungskosten . mein sohn lebte bei mir 21 jahre und wir sind erst vor kurzen umgezogen aber nur weil er für seine zimmer sebst einen mietvertrag hat er wollte am 4.4.2011 für 12 jahre zu armee und die hätten dann seine mietkosten übernommen. nun steh ich allein mit meiner tochter da und kann die miete nicht aufbringen.kann ich sie einklagen von den verursacher oder steht mir schmerzengeld zu und einen hund hat er auch hinterlassen und die kosten für den kampfhund kann ich auch nicht aufbringen das hat mein sohn gemacht steht mir irgentwas zu
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verkehrsrecht
Experte:  RAAlbers hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung.

 

Ich möchte Ihnen zunächst mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem schweren Verlust aussprechen.

 

Zu Ihren Fragen muss ich Ihnen leider mitteilen, dass gem. § 845 und 846 BGB eine Übernahme der Miete, als auch der Unterhaltskosten für den Hund ausgeschlossen ist. Der Unfallverursacher haftet hier lediglich für die Bestattungskosten und ggf. Unterhaltsverpflichtungen Ihres Sohnes.

 

Zu prüfen wäre in jedem Fall, ob Sie für Ihren verstorbenen Sohn noch Schmerzensgeldansprüche geltend machen können. Dies hängt davon ab, wie lange Ihr Sohn noch nach dem Unfallereignis gelebt hat. Sollte Ihr Sohn unmittelbar verstorben sein, wird es diesbezüglich auch schwierig. Es gibt aber Urteile, die ein Schmerzensgeld in Höhe von 2.500 € zusprechen, wenn der Verletzte noch 1 Stunde nach dem Unfall gelebt und dabei nicht mehr das Bewusstsein wiedererlangt hat.

 

Ebenso können Sie eine Feststellungsklage gegenüber der Versicherung des Unfallverursachers erheben, in der festgestellt wird, dass die Versicherung, für den Fall, dass Sie irgendwann einmal, vielleicht auch erst im Alter für die zwischen Ihrem Sohn und Ihnen dann bestehende Unterhaltsverpflichtung (§ 1601 BGB) aufkommt. Sie können sich hier auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz vom 18.11.2002 zum Aktenzeichen 12 U 1035/01 berufen.

 

Für Sie selbst besteht wahrscheinlich auch kein Anspruch auf Schmerzensgeld für die erlittene Trauer und das Leid, dass Sie nunmehr tragen müssen. Nur wenn Sie nach dem Unfalltod Ihres Sohnes in einen schweren Schock verfallen sind, könnte hier ein kleines Schmerzensgeld in Anspruch genommen werden. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung reicht eine erlittene Depression infolge des Unfalltodes eines nahen Angehörigen für Schmerzensgeldansprüche leider nicht aus.

 

Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, sich von einem Anwalt vertreten zu lassen, der für Sie alle möglichen Schadensersatzansprüche gegenüber dem Unfallverursacher geltend macht.

 

Soweit Sie die Miete derzeit nicht alleine aufbringen können, empfehle ich Ihnen bei der Wohngeldstelle vorzusprechen und dort Ihre Situation darzulegen und einen Antrag auf Wohngeld zu stellen. Wahrscheinlich bleibt es Ihnen leider jedoch nicht erspart, nochmals umziehen zu müssen.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Experte:  RAAlbers hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

haben Sie noch eine Nachfrage? Dann nutzen Sie diese bitte. Ansonsten bitte ich höflich um Akzeptanz meiner Antwort.

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