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SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwalt
Kategorie: Vereinsrecht
Zufriedene Kunden: 16680
Erfahrung:  Mehr als 18 Jahre Berufserfahrung
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SchiesslClaudia ist jetzt online.

Ich bin Schriftführerin eines Geflügelzuchtvereins . Leider

Kundenfrage

Ich bin Schriftführerin eines Geflügelzuchtvereins . Leider macht unser erster Vorsitzneder immer mehr Alleingänge . So bekomme ich keine Daten neuer Mitglieder , um eine Mitgliederliste zu pflegen . Demnächst ist wieder JHV , zu der laut Satzung der erste Vorsitzende einlädt . Das macht er schriftlich und verteilt die Einladungen persönlich im Verein . Ist das zulässig , vor allem , weil meine Kinder , die erwachsen und ordentliche Mitglieder des Vereins sind keine Einladung bekommen , so daß ich Zweifel habe , ob überhaupt alle Mitglieder eingeladen werden . Gruß C . Schnaubelt - Sachs
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Vereinsrecht
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Zunächst mal ist die Vereinssatzung der Maßstab dafür, wie die Ladung der Mitglieder
zu erfolgen hat.


Sieht die Satzung nichts vor so gilt folgendes:


Es gibt keine konkrete gesetzliche Vorschrift wie die Ladung zu einer Mitgliederversammlung erfolgen muss


Paragraph 58 des bürgerlichen Gesetzbuchs verlangt nur, dass die Satzung dies regeln muss.

Es muss aber sichergestellt werden, dass jedes Mitglied ohne unverhältnismäßigen Aufwand Kenntnis von der Einladung bekommt.

Das ist hier nicht der Fall, denn diejenigen Mitglieder, die nicht anwesend sind wenn die Einladungen verteilt werden bekommen keine Einladung

Sie erfahren nur gegebenenfalls indirekt davon, dass die Mitgliederversammlung stattfindet.

.Einladungsformen, die den Mitgliedern nicht direkt zu gehen wie zum Beispiel der Aushang im Vereinsheim wären nur dann zulässig, wenn es sich um eine ordentliche Mitgliederversammlung handelt.


Ich habe allerdings meine Zweifel ob die persönliche Übergabe eines Schreibens an auserwählte Mitglieder einem Aushang im Vereinsheim gleichzusetzen ist, der ja dort länger und für alle sichtbar hängt.

Ich würde also die Einladungsform die bei Ihnen im Verein herrscht als unzulässig ansehen

in Ihrem Fall bekommt der Vorsitzende aber auf jeden Fall Probleme wenn er auf diese Art und Weise zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einlädt und demzufolge nicht alle Mitglieder Kenntnis von der Versammlung erhalten.


Auch sind gegebenenfalls Ladungsfristen einzuhalten, die sich aus der Satzung ergeben.

Wenn diese Ladungsfrist nicht eingehalten sind kann dies zu einer Unwirksamkeit der ergangenen Beschlüsse führen


Aus diesem .Grund muss es ihnen als Schriftführerin auch unbedingt möglich sein einem Mitgliederliste pflegen, denn ohne diese Mitgliederliste können keine ordnungsgemäßen Einladungen erfolgen so dass Ladungsfristen gegebenenfalls nicht gewahrt werden können was zu einer Unwirksamkeit der Beschlüsse führt.


Ich hoffe, dass sich Ihnen helfen konnte


mit freundlichen Grüßen








Rechtsanwältin

wenn ich Ihre Frage beantwortet haben sollte bitte ich um Akzeptierung vielen Dank
SchiesslClaudia und weitere Experten für Vereinsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
bitte die Antwort noch einmal anschauen denn ich habe noch einmal nachgebessert danke

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