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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Vereinsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo, ich bin Mitglied eines Vereines, dessen Zweck es

Kundenfrage

Hallo,

ich bin Mitglied eines Vereines, dessen Zweck es ist, eine bestimmte Theaterform zu fördern und weiter zu entwickeln. Die Mitglieder des Vereines treten als Schauspieler und Musiker auf, außerdem geben sie Workshops, wo Interessierte diese Theaterform lernen können. Unser Verein ist KSK Abgabenpflichtig und hat gerade erfahren, dass wir aus Unwissenheit bestimmte Veranstaltung bei der KSK nicht angegeben haben, die aber auch Abgabenpflichtig waren, sodass wir jetzt einige tausend Euro nachzahlen müssen. Insgesamt hat der Verein 6 Mitglieder, bis vor 2 Jahren waren es noch 9. Da wir für die letzten 5 Jahre nachzahlen müssen hier jetzt meine Frage. Können wir die Mitglieder, die nun nicht mehr im Verein sind, mit haftbar machen? Zwei von Ihnen sind für 40% der eingespielten Auftritte verantwortlich. Beide waren auch bis vor zwei Jahren im Vertretungsberechtigten Vorstand. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Herzliche Grüße, Stefan Hillebrand
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Vereinsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haftet der Verein für etwaige Verbindlichkeiten oder Abgabenschulden lediglich mit seinem Vereinsvermögen.

Es haften also weder die aktuellen noch ehemalige Mitglieder mit Ihrem Privatvermögen.

Ausnahmsweise kann es zur Haftung, der Durchgriffshaftung, der Vorstandsmitglieder kommen.

Eine Durchgriffshaftung kommt allerdings nur in Frage, wenn grob gesagt, ein persönliches Verschulden vorliegt. Vorstandsmitgleider haften gegenüber dem Verein persönlich, wenn sie gegen bestehende gesetzliche oder statutarische Pflichten verstoßen. Dabei ist bei Ausübung der Vereinsfunktion die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Organwalters, ähnlich den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen, anzuwenden.


Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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