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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 24916
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich bin Lehrerin (Musik, zur Zeit Hausfrau) und habe meinem

Kundenfrage

Ich bin Lehrerin (Musik, zur Zeit Hausfrau) und habe meinem Mann in seiner Schule in der 5. Klasse 2mal beim Klassenorchesterunterricht am Nachmittag mitgeholfen. In der 1. Stunde habe ich einem Schüler beim Loben auch noch leicht in die Wange gezupft. Zwei Wochen später, nach der 2. Stunde, die furchtbar lief und vorzeitig abgebrochen wurde (und die Kinder hatten Angst vor möglichen Konsequenzen?) hat dieser Schüler zu Hause erzählt, dass ich ihn schmerzhaft gekniffen hätte. Diese Darstellung wurde vom Vater in der Schule verbreitet, ohne dass mit mir Rücksprache gehalten wurde. Von anderen Eltern bekam ich e-mails, in denen stand, dass ich mich zu "körperlichen und verbalen Übergriffen habe hinreißen lassen".
Muss ich (bzw. wir) mir das gefallen lassen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Vereinsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nein, das müssen Sie sich nicht gefallen lassen.

In rechtlicher Hinsicht haben Sie gegen den Vater einen Anspruch auf Widerruf und Unterlassung dieser unwahren Äußerung analog § 1004 BGB.

Sie haben einen Anspruch auf Unterlassung, wenn zu befürchten ist, dass der Vater diese unwahren Äußerungen weiterhin verbreiten wird.

Sie haben einen Anspruch auf Widerruf der unwahren Äußerungen, wenn durch die Behauptung des Vaters Ihr Ansehen und/oder Ihr berufliches Fortkommen beeinträchtigt wird. Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ist dies der Fall, da Sie bereits entsprechende Post von anderen Eltern erhalten haben.

Soweit der Vater vorgerichtlich nicht kooperativ ist, so können Sie Ihren Anspruch auch gerichtlich durchsetzen. Sollte der Vater dann gegen das Urteil verstoßen, so kann ein Zwangsgeld gegen den Vater verhängt werden.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Und zählt das Verhalten des Vaters auch als Verleumdung/üble Nachrede?
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

In strafrechtlicher Hinsicht kommt in der Tat eine Strafbarkeit wegen übler Nachrede in Betracht, § 186 StGB.

Der objektive Tatbestand, also das Verbreiten einer unwahren ehrenrührigen Tatsache, dürfte erfüllt sein.

Problematisch ist jedoch ob dem Vater auch ein Vorsatz also das Wissen um die Unwahrheit nachgewiesen werden kann. Der Vater kann sich damit verteidigen dass er nur die Aussagen seines Sohnes wiedergegeben hatte, welchen er geglaubt hat.

Das Verhalten ist eine üble Nachrede, den Tatnachweis vollständig zu führen kann jedoch problematisch sein.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Vereinsrecht
Zufriedene Kunden: 24916
Erfahrung: jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Vereinsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ist "das wider besseres Wissen" nicht genau der Unterschied zw. §186 und §187?

Wenn der Vater ein Klärungsangebot ablehnt, beweist das nicht seine negative Absicht?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht:

§ 186 StGB erfordert Vorsatz hinsichtlich der Ehrenrührigkeit der behaupteten Tatsachen. Soweit der Vater Gutgläubig ist, also meint, die Behauptung ist wahr, so entfällt eine Strafbarkeit

§ 187 StGB erfordert zusätzlich ein positives Wissen über die Unwahrheit der behaupteten Tatsachen.

Wenn der Vater ein Klärungsangebot ablehnt, so stellt dies ein Indiz dafür dar, dass ihm die Ehrenrührigkeit seiner Behauptung durchaus bewusst ist. Eine zwingende Aussage über den Vorsatz des Vaters lässt sich damit jedoch nicht treffen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn die Sache bis vors Gericht ginge,würde der Schüler (erst 5. Klässler) auch mit einbezogen werden - Psychologen, etc.?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
DIESE ANTWORT IST GESPERRT!
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