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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Vereinsrecht
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
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Simone Günther ist jetzt online.

Einen schoenen guten tag, ich haette da eine frage- man hat

Kundenfrage

Einen schoenen guten tag, ich haette da eine frage- man hat mich von dem eiangerufen und mir mitbeteilt, dass ich 300 euro gewonnen habe, die ich gleich am naechsten tag auf meinen konto erhalten werde. Vor freude habe ich zugestimmt, dass ich noch bei weiteren gewinnmoeglichkeiten teilnehmen wuerde und habe somit meine kontodata auf deren anrufbeantworter draufgesprochen (jedoch nichts schriftlich unterschrieben). Es sollte drei monate lang jeweils 69 euro abgebucht werden. Natuerlich habe ich die 300 euro nie erhalten und auch nichts schriftliches. Zwei mal sind die beitraege bezahlt worden, danach habe ich das gestopt und zurueck kommen lassen bei meiner bank. Jetzt habe ich bei meiner bank bemerkt, dass den letzten betrag schon die firma PAY4 GMBH verlangt- eine art von inkasso. Ich weiss, es war sehr dumm von mir, aber ich wuerde mich freuen, wenn sie mir eventuell weiter in dieser situatin helfen koennten wie ich da vorgehen soll. Ich bedadnke mich schon voraus mit freundlichen gruessenXXXXX XXXXX XXXXX muenchen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Vereinsrecht
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Sie sind auf den klassischen Fall einer sog. Telefonabzocke hereingefallen.

Bei einem am Telefon abgeschlossenen Vertrag steht Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß § 312d BGB zu. Die Widerrufsfrist beträgt 2 Wochen.
Diese beginnt jedoch erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, in dem Sie ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden. Davon ist bei Verträgen, die am Telefon abgeschlossen werden und den Verbraucher in eine Abofalle locken sollen, nicht auszugehen. Daher besteht noch die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen.

Weiterhin sollten sie den Vertrag vorsorglich anzufechten, da Sie bei Abgabe Ihrer Erklärung einem Irrtum unterlagen bzw. arglistig getäuscht wurden.
Darüber hinaus sollten Sie den Vertrag vorsorglich kündigen.

Sie sollten sich wie folgt verhalten:
Fertigen Sie ein Schreiben an, in dem Sie dem Unternehmen per Einwurfeinschreiben mitteilen, dass Sie keinen Vertrag geschlossen haben und einen etwaigen Vertrag widerrufen, anfechten und kündigen.

Auch einer weiteren Zahlungsaufforderung des Unternehmens sollten Sie in Zukunft nicht nachkommen.

Die Forderung ist unbegründet und wird in Zukunft höchstwahrscheinlich auch nicht gerichtlich geltend gemacht. Falls ein Inkassounternehmen oder Rechtsanwälte künftig an Sie herantreten sollten, haben diese auch keine weitergehenden Rechte, so dass eine Durchsetzung der geltend gemachten Forderung nur noch über den gerichtlichen Weg möglich ist, welcher von den Unternehmen, die Forderungen aus Abofallen eintreiben, in der Regel gemieden wird.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die obenstehende Beantwortung durch das Akzeptieren meiner Antwort zu bezahlen. Darüber hinaus weise ich Sie darauf hin, dass meine Antwort ausschließlich der ersten rechtlichen Orientierung dient und keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates bei einem Rechtsanwalt vor Ort ersetzen kann, da diese Plattform ausschließlich dazu dient, eine erste Einschätzung in Form einer allgemeinen Antwort zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin