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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 2998
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

Ich habe einen Vertrag in einem Fitnessstudio 2016

Kundenfrage

Ich habe einen Vertrag in einem Fitnessstudio im Dezember 2016 abgeschlossen. Laut AGB beträgt die Vertragslaufzeit 12 Monate. Wenn man 3 Monate vor Ablauf des Vetrages nicht kündigt, so soll sich die Laufzeit um weitere 12 Monate verlängern.

Ich wollte gerne in Erfahrung bringen, ob dies rechtens ist? Denn wenn die Laufzeit 12 Monate beträgt, so dachte ich, darf die automatische Verlängerung maximal 6 Monate (im Allgemeinen die Hälfte) betragen.

Ich hatte auf justanswer bezüglich dieses Studios schon einmal eine Frage gestellt. Da die Zustände vor Ort entgegen der eigenen Hausordnung entsprechen, hatte ich per E-Mail Beschwerde gegen die jährliche "Service"-Pauschale bei dem Kundenservicedes Studios erhoben. Mir wurde jedoch mitgeteilt, dass die Pauschale nicht zu erstatten ist und man sich mit dem Studio in Kontakt setzen will.
Die Zustände haben sich seit dem nicht gebessert.

Kann ich zur Not, aufgrund von Schlechtleistung des Fitnessstudios ein Sonderkündigungsrecht erwirken und schon nach 6 Monaten aus dem Vertrag kommen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

über einen vorgefertigten Vertrag für mehrere Verwendungen (AGB) lässt sich maximal eine Laufzeit von 2 Jahren und eine automatische Verlängerung von max. 1 Jahr vereinbaren, vgl. § 309 Nr. 9 BGB.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__309.html

Etwaige Sonderkündigungsrechte sind davon nicht berührt. Ob tatsächlich eine Kündigung möglich ist, wird im Nachhinein ein Gericht im Einzelfall entscheiden, wenn sich die Gegenseite wehrt. Irgendwelche kleineren Verstöße gegen die Hausordnung werden nicht unbedingt reichen.

Abgesehen von wenigen ganz krassen Ausnahmen werden Sie aber zuvor die Schlechtleistung rügen und unter Fristsetzung um Abhilfe bitten müssen, ehe Sie in angemessener Frist (in der Regel mindestens 1 Monat) kündigen können. Achten Sie darauf, hilfsweise immer zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen, um im Streitfall nicht ev. völlig ohne wirksame Kündigung dazustehen.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__314.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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