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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 27030
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo zusammen, ich habe einen Schadenfall über einen

Beantwortete Frage:

Hallo zusammen,
ich habe einen Schadenfall über einen Ebay-Kleinanzeigenverkauf nebst Zahlung des Kaufpreises durch PayPal zu beklagen.
Sachverhalt:
Der Käufer hat mich über Ebay-Kleinanzeigen auf einen von mir angebotenen Artikel (Kamera + Zubehör) angesprochen. Wir haben uns auf einen Kaufpreis geeinigt. (1250 EUR). Nach leichtem Zögern, ob ich den Artikel überhaupt versenden sollte, habe ich mich mit dem Käufer auf eine Zahlung des Kaufpreises via PayPal verständigt. Die Zahlung erfolgte prompt. Das Paket mit der Kamera + Zubehör habe ich dann gepackt (unter Zeugin Ehefrau und Sohn) und es dann zu DHL gebracht. Belege dazu liegen vor.
Der Verkäufer meldet sich ein paar Tage später, er hätte das Paket bekommen, jedoch wäre nur Mehl in diesem gewesen. Auf mein Verlangen hin sendete er mir Fotos meines Paketes mit Mehl befüllt. Von Kamera + Zubehör keine Spur.
Hinweis an der Stelle: Der Käufer hat das Paket an seinen Arbeitgeber (Zalando Berlin) senden lassen, weil er selber lt. eigener Aussage selten zu Hause ist, und es somit auch einfacher wäre das Paket anzunehmen. Das Paket ist auch dort zugestellt worden und von einer dritten Person, die auch auf dem Ablieferbeleg von DHL benannt wurde, angenommen worden. Der Käufer selber hat das Paket erst stunden später dort in der Poststelle abgeholt und dann erst abends den Schaden festgestellt.
Der Käufer hat dann sofort bei PayPal einen "Konflikt" gemeldet, sodass mir von PayPal das bereits gezahlte Geld wieder einbehalten wurde. Nach Rücksprache bei PayPal werde ich auch auf meinem Geld sitzen bleiben, da hier dem Käufer geglaubt wird und der Verkäufer hier anscheinend keinen Schutz genießt.
Ich habe an PayPal umgehend nach Bekanntgabe des Falls durch den Käufer alle Dokumente weitergeleitet, die den Versand und den Inhalt des Paketes wiederspiegeln. Fotos von den Artikeln vor dem Versand habe ich ebenfalls gemacht. Auch habe ich sofort nach Bekanntgabe (also am nächsten Morgen) bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstellt.
Frage:
Wie stehen meine Chancen auf dem zivilrechtlichen Weg an mein Geld zu kommen.
Trägt nicht der Käufer hier das Transportrisiko? (Privater Verkäufer an privaten Käufer)
Trägt er nicht auch das Risiko, wenn er das Paket nicht an sich selbst sondern seinen Arbeitgeber senden lässt?
Wie hoch sind die Chancen da überhaupt rechtlich was zu machen ohne jetzt dem Fall noch mehr Geld hinterherzuschießen und letztlich nicht an mein Geld zu kommen.
Besten Dank!
Gepostet: vor 26 Tagen.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Absolut richtig. Nach § 447 BGB geht die Gefahr an den Käufer über soweit Sie den Kaufgegenstand aufgegeben haben. Das bedeutet, für einen Verlust oder eine Beschädigung muss der Käufer grundsätzlich gerade stehen.

Sie müssen aber beweisen können, dass Sie die Kamera mit Zubehör auch in den Versand gegeben haben, also bei der Post tatsächlich aufgegeben haben (Zum Beispiel durch einen Zeugen). Können Sie diesen Beweis nicht führen und ist die Kamera nicht bei der Gegenseite angekommen, so können Sie Ihren Kaufpreis leider nicht erfolgreich durchsetzen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Vielen Dank für die rasche Antwort.Als Zeuge gelten Familienangehörige? Oder eher als zweifelhaft vor Gericht anzusehen? Denn die Zeugen sind natürlich meine Frau und mein Sohn. Wie schätzen Sie die Lage ein? Macht es Sinn da weiter zu machen? Mit Zeugen innerhalb der Familie? Erfahrungswerte Ihrerseits?
Ganz herzlichen Dank!
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

natürlich sind Familienangehörige vollwertige Zeugen. Wenn also Frau und Kind bestätigen können, dass Sie auch tatsächlich die Kamera bei der Post aufgegeben haben und nicht etwa den Sack Mehl (wie es der Gegner behauptet) dann stehen Ihre Chancen gut. Wichtig für eine erfolgreiche Prozessführung ist es aber dass die beiden neutral und ohne Belastungseifer die Aussage tätigen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Ganz herzlichen Dank. Damit stünden die Chancen zumindest nicht schlecht. Ob der Käufer dann zahlen kann und will, und wie lange dann so ein Prozess dauert, steht natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben. Ich würde dann zu einem Anwalt hier vor Ort gehen, um dann den Vorgang ins Rollen zu bringen.Ganz herzlichen Dank.
Bewertung erfolgt natürlich alsbald.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 26 Tagen.

Sehr gerne und viel Erfolg!!

RASchiessl und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.