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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22883
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, während meines Urlaubs hat

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
während meines Urlaubs hat ein Bekannter das Unkraut zwischen Gehweg und Zaun/Hecke meines Gartens mit einer Gasflamme weggemacht. Dabei ist die Flamme auf meine Thujahecke übergesprungen, die sofort lichterloh gebrannt hat. Auch die Hecken und Maschendrahtzäune der Nachbarn rechts und links sind vernichtet bzw. zum Teil vernichtet worden. Es kam ein Löschzug, Polizei und Notarzt.
Das Verursacherprinzip ist mir klar, doch lebt der Verursacher in Privatinsolvenz und ist nicht in der Lage, für den Schaden aufzukommen. Er hat auch keine Haftpflicht- oder Rechstschutzversicherung. Eigentlich bliebe jetzt jeder auf seinem Schaden sitzen. Die Nachbarn erwarten aber, dass ich für den Schaden azfkomme. Das möchte ich auch tun, aber im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Der weniger geschädigte Nachbar hat einen Kostenvoranschlag einholen lassen, 3.350,-€. Vom anderen Nachbarn erwarte ich einen Kostenvoranschlag in Höhe von ca. 10.000,-€. Dabei ist mein Schaden noch nicht eingerechnet. Das ist eine Größenordnung, die mich total überfordert.
Ich bin seit Kurzem im Ruhestand und seit Jahren nebenbei Chorleiter. Meine Sänger haben mir angeboten, mir zu helfen. Das sind Handwerker bzw. Rentner, die können das. Das Problem ist aber, dass die am meisten geschädigten Nachbarn sehr schwierig sind und möglicherweise darauf bestehen, den Schaden von einer Firma beheben zu lassen, allein schon um mich zu schädigen. Das Zerwürfnis mit diesen ist eine alte Geschichte.
Meine Fragen:
1. Ist es so, dass meine Nachbarn mir die Möglichkeit geben müssen, den Schaden mit den mir möglichen Mitteln zu beheben, vorausgesetzt, dass alles fachgerecht gemacht wird und nacheher wieder so aussieht wie vorher?
2. Falls sie von sich aus eine Firma beauftragen: Bin ich verpflichtet, diese Kosten zu tragen?
3. Wie kann ich meine Nachbarn davon überzeugen, dass ich den Schaden selbst behebe?
4. Gilt der Versuch der Wiedergutmachung des Verursachers (er ist am Boden zerstört, ein sehr anständiger Mensch) und die Freundschaftshilfe meiner Sänger als Schwarzarbeit?
Für Ihre Mühe bedanke ***** ***** im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Adrian Nuca (Trier)
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1. Nach dem Grundsatz der Naturalrestition ist schadensrechtlich die Wiederherstellung des Ursprungszustands geschuldet.

Das bedeutet, dass die Schäden in einer Weise zu beheben sind, dass - wie Sie es formulieren - alles fachgerecht gemacht wird und es aussieht wie vor Eintritt des schädigenden Ereignisses.

Hierbei können Sie sich auch ohne weiteres Ihrer Unterstützer bedienen - Sie sind also nicht verpflichtet, einen (teuren) Fachbetrieb zu beauftragen.

2. Nein, es muss Ihnen die Gelegenheit gegeben werden, den Schaden selbst zu beseitigen!

3. Kommunizieren Sie Ihren Nachbarn, dass Sie über Helfer verfügen, die als Handwerker die erforderlichen Fachkenntnisse besitzen, so dass eine vollständige Wiederherstellung des Ursprungszustands sichergestellt ist.

4. Nein, es handelt sich nicht um Schwarzarbeit, sondern lediglich um eine einmalige Gefälligkeit ohne gewerblichen Charakter!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Bin ich rechtlich verpflichtet, den Schaden zu beheben, oder ist das meinerseits eine Kulanzhandlung? Ich denke, rechtlich ist der Verursacher haftbar. Oder bin ich haftbar, weil er mit meinem Einverständnis in meinem Garten gearbeitet hat?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Rechtlich sind Sie nicht haftbar, denn für die eingetretenen Schäden der Nachbarn hat rechtlich allein Ihr Bekannter einzustehen - §§ 823, 276, 249 BGB!

Sie würden die Schäden folglich in der Tat auf Kulanzbasis regulieren.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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