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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26441
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Die 20 jährige Tochter, zur Zeit in Bolivien, hat vor ihrer

Kundenfrage

die 20 jährige Tochter, zur Zeit im Entwicklungsdienst in Bolivien, hat vor ihrer Abreise im April 2016 sich von einem Vermittler moslemischen Glaubens bequatschen lassen einen Handyvertrag zu unterschreiben, welcher mit einem Auflösungsvertrag (allerdings ein Fake) wieder rückgängig gemacht werden sollte. Das Handy wurde von dem Verkäufer (moslemischen Glaubens) direkt an den Vermittler gegeben ohne Übergabe an meine Tochter. Jetzt sind Kosten in Höhe von 499 € + Nebekosten durch einen inkassodienst formuliert worden. Die Anzeige bei der Polizei wurde eingestellt, weil die beteiligten Personen nicht identifiziert werden konnten. Macht es Sinn rechtlich dagegen vorzugehen? Beate Grüße ***

Gepostet: vor 11 Monaten.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Rechtlich gesehen hat Ihre Tochter die Möglichkeit den Vertrag nach §§ 119,123 BGB wegen Irrtums und arglistiger Täuschung anzufechten. Wenn Sie bei Vertragsschluss oder bei Unterzeichnung des "Aufhebungsvertrages" von diesem Vermittler getäuscht wurde, dann hat sie das Recht anzufechten.

Die Anfechtung hätte dabei zur Folge, dass der Vertrag komplett rückabgewickelt wird und keinerlei Zahlungspflichten bestehen.

Das Problem im Falle Ihrer Tochter wird jedoch sein, die Täuschung durch durch diesen Vermittler/Verkäufer in Nachweis zu bringen. Für die Täuschung (Falsche Angaben,...) wäre Ihre Tochter beweispflichtig.

Ohne einen Nachweis, sei es durch Zeugen oder entsprechende Urkunden wird allerdings der Beweis der Täuschung nicht zu führen sein. Ein rechtliches Vorgehen ohne Beweise macht daher leider wenig Sinn.

Es tut mir leid Ihnen keine angenehmere Antwort übermitteln zu können.

Über eine positive Bewertung meiner Arbeit würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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