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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26742
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe mit einem Galabauer einen Werkslieferungsvertrag

Kundenfrage

Ich habe mit einem Galabauer einen Werkslieferungsvertrag abgeschlossen. Wert 13.500 €. In diesem Vertrag weist er daraufhin, dass sich Änderungen ergeben können.
Nun hat er das Gewerk nur zu 70% erfüllt und hat eine Rechnung über die ersten 70% von über 16.000 € erstellt. Für die letzten Arbeiten will er einen neuen Vertrag über 10.000 € abschließen. Geht das?? Ist das schon unlauter? Wie hoch darf er vom ursprünglichen Auftragswert abweichen?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Hat er Sie denn vor Rechungsstellung und nach Beginn der Arbeiten darauf hingewiesen, dass konkret Mehrkosten zu erwarten sind ?

Oder gab es nur den Hinweis im Vertrag und dann die Rechnung?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Hat er Sie denn vor Re

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Leider lese ich erst jetzt die Nachricht.

Also der Lieferant hat bei Beginn der Arbeiten mitgeteilt, dass es teurer wird. Aber keinen Hinweis gegeben wie viel. Wir haben immer um Mitteilung gebeten. Erst nach Abzug der Arbeiten haben wir eine Rechnung mit dem Mehraufwand erhalten, wobei ca. 30% der Arbeiten noch nicht erledigt sind. Die Rechnung umfasst jedoch auch ohne die ausstehenden Arbeiten bereits 60% mehr. Für die ausstehenden Arbeiten will er nun zusätzlich 10.000 € mehr haben.

Ursprüngliches Angebot: 14.000 €

Rechnung über bisherigen Leistungen: 16.000 € (davon 9000 € Mehraufwand)

Ausstehende Arbeiten 10.000 €

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Unternehmer in dem Vertrag darauf hinweist, dass es zu Änderungen kommen kann, dann kann der Unternehmer grundsätzlich berechtigt mehr zu verlangen.

Allerdings muss er Ihnen sofort Mitteilung machen wenn der veranschlagte Preis überschritten wird. In diesem Falle haben Sie als Auftraggeber nämlich die Möglichkeit den Vertrag sofort zu kündigen und einen anderen Unternehmer zu beauftragen. Unterlässt er einen solchen Hinweis, so macht er sich Ihnen gegenüber Schadensersatzpflichtig der Schaden besteht in diesem Falle in der Kostendifferenz zwischen seinen Kosten und den Kosten die ein anderer Unternehmer für die gleiche Arbeit verlangt hätte.

Die Mitteilungspflicht des Unternehmers entsteht bereits dann wenn eine Abweichung vom ursprünglichen Auftragswert von 10-15% vorliegt.

Da in Ihrem Falle eine so eklatante Abweichung vom Auftragswert vorliegt und diese anscheinend bereits zu Beginn der Arbeiten erkennbar war, sollten Sie überlegen einen Gutachter hinzuzuziehen die die Angemessenheit der erfolgten Abrechnung überprüft.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt