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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 23655
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgendes Problem. Die Firma EOS DID Inkasso hat meinem Arbeitgeber e

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich habe folgendes Problem. Die Firma EOS DID Inkasso hat meinem Arbeitgeber eine von mir im JAhre 2001 unterschriebene Sicherungsabtretungserklärung offengelegt. Es handelte sich um eine ursprüngliche angeblich an EOS DID abgetretetene Forderung der Firma Otto Versand aus Warenlieferungen. Eine Vollstreckung via Mahn- oder Vollstreckungsbescheid gab es bisher nicht. Meines Wissens nach wurde keins von beiden beantragt. Mir stellt sich die Frage ob die Abtretung verjähren kann oder gar die Forderung verjährt ist?
Können Sie Auskunft geben?
Mit freundlichen Grüßen
Ingo M.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können sich in der Tat erfolgreich auf die Einrede der Verjährung berufen.

Die Forderung unterlag der dreijährigen Regelverjährung aus § 195 BGB, wobei die Frist mit Ablauf desjenigen Jahres zu laufen begann, in dem die Forderung entstand (§ 199 BGB).

Das bedeutet, dass der Lauf der Verjährungsfrist am 31.12.2001 begann. Die Frist endete am 31.12.2004 (=dreijährige Regelverjährung).

Da auch keine die Verjährung hemmenden Maßnahmen ergriffen worden sind (Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheides, Erlass eines Vollstreckungsbescheides), ist Verjährung eingetreten mit der Folge, dass Sie keine Zahlung mehr leisten müssen.

Weisen Sie die Forderung daher schriftlich und unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage und die Einrede der Verjährung zurück!

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
wie gesagt ich weiß nicht genau ob nicht doch ein Mahn- oder Vollstreckungsbescheid beantragt oder gar erlassen wurde. Wenn hätte das Inkassobüro diesen doch genutzt um einen Pfüb zu beatragen oder? Was passiert wenn es doch solch einen Mahn- und / Oder Vollstreckungsbescheid gab oder gibt. Habe meine Shculden aus den Augen verloren somit weiß ich es tatsächlich nicht genau.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo M.
Vielen Dank ***** ***** Rückmeldung!
Wenn es einen solchen Mahn-/Vollstreckungsbescheid gibt, dann ist die Gegenseite hierfür in der vollen Beweispflicht - man hat Ihnen also den Vollstreckungsbescheid unter Beweis zu stellen.
Wie Sie aber richtig vermuten, hätte der Inkassodienst dann wohl in der Tat einen PfüB erwirkt - die Tatsache, dass dies nicht erfolgt ist, spricht eindeutig dafür, dass die Forderung nicht tituliert, also verjährt ist!
Gehen Sie daher vor, wie eingangs beschrieben, und weisen Sie die Forderung unter Berufung auf die Einrede der Verjährung zurück.
Geben Sie bitte abschließend eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo nochmal,gerade hat mich dieses Inkassobüro angerufen und meinte es gäbe einen Vollstreckungsbescheid vom 28.03.2001.
Davon weiß ich allerdings nichts. Wenn es solch einen Vollstreckungsbescheid gibt, gilt dann die Abtretung? Was mache ich nun?
Viele Grüße
Ingo M.
Der Vollstreckungsbescheid verjährt erst in 30 Jahren. Das bedeutet, dass die Forderung auch noch durchsetzbar wäre, und zwar auch dann wenn die Forderung abgetreten wurde.
Dass das Inkassobüro behauptet, dass ein solcher Titel vorliegt, bedeutet aber NICHT, dass das tatsächlich auch so ist. Lassen Sie sich daher eine Kopie des Vollstreckungsbescheides übersenden.
Sollte die Forderung tatsächlich tituliert sein, können Sie nur um Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung ersuchen, sofern Sie die Gesamtsumme nicht aufbringen können.
Geben Sie bitte abschließend eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.