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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7710
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Für meine vermietete ETW habe ich nach einem Kostenvoranschlag

Kundenfrage

Für meine vermietete ETW habe ich nach einem Kostenvoranschlag eine Badsanierung machen lassen. Statt wie im Kostenvoranschlag angegeben kostet sie statt 6564€ jetzt
8210 €. Da es dazu keinerlei schriftliche Absprachen gibt - der Klempner hat angeblich so viel länger gebraucht - bin ich nicht bereit, mehr als 7000 € zu zahlen. Was kann ich sonst machen, inwieweit müsste ich einen Anwalt einschalten und es im Notfall zum Prozess kommen lassen ?
Bitte um Antwort, Ilse Oetken
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Der Kostenvoranschlag stellt zunächst ein unverbindliches Angebot ab über die voraussichtlich anfallenden Kosten. Anders als bei einem fest vereinbarten Pauschalpreis, kann der Rechnungsbetrag daher von den Angaben im Kostenvoranschlag abweichen.

2. Danach ist eine begründete Abweichung von 10 - 20 % zu akzeptieren, wobei dies nicht grundsätzlich gilt.

3. Denn wenn das Unternehmen während der Arbeiten absehen könnte, dass es mit dem geschätzten Stundenaufwand nicht hinkommt, hätte das Unternehmen Sie umgehend darauf hinweisen müssen, § 650 BGB. Insoweit hätten es Ihnen dann frei gestanden den Werkvertrag vorzeitig zu kündigen. Diese Möglichkeit hat Ihnen das Unternehmen genommen, indem es einen entsprechenden Hinweis unterlassen.

4. Diese unterlassene Hinweispflicht stellt eine Pflichtverletzung im Rahmen des Werkvertrages dar, die Sie zur Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches berechtigt. Sie sind aufgrund der unterlassenen Hinweispflicht so zu stellen, als hätten Sie den Werkvertrag vorzeitig gekündigt. Danach haben Sie lediglich den Betrag aus dem Kostenvoranschlag zu zahlen zzgl. 10 % , wenn die angesetzten Stunden auch tatsächlich geleistet wurden.

5. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Mehrleistung auf Ihre Veranlassung zirückzuführen ist, Sie also während der Ausführung noch Zusatzaufträge erteilt haben.

6. Im Ergebnis liegen Sie mit den angesetzten EUR 7.000,- nicht so falsch. Sie müssen sich aber darauf einrichten, dass eine 10 % ige Überschreitung noch zulässig ist, so dass Landgericht Coburg, Urteil vom 20.05.2009, Az. 12 O 81/09. Daher wöre auf Grundlage des Kostenvoranschlages ein Betrag von insgesamt EUR 7.220,40.

7. Teilen Sie daher dem Unternehmen mit, dass Sie einen Betrag von EUR 7.220,40 abzgl. der Vorauszahlung zahlen werden und verweisen Sie auf das Urteil des LG Coburg.


RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

soweit noch Nachfragen bestehen, stehe ich hier gerne weiterhin zur Verfügung. Habe ich Ihre Frage beantwortet, freue ich mich über eine positive Bewertung (bitte einmal auf den lachenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Vielen Dank ***** ***** Grüße!

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Viele Grüße
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

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