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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 21381
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo ich habe bei

Kundenfrage

hallo ich habe bei *** einen finanzsanierungsvertrag unterschrieben ich wollte aber ein Kredit ein par tage später klingelte der Postbote und wollte 279 euro per nachnahme für die unterlagen das habe ich aber nicht bezahlt letzte Woche kam jetzt 4 mal der gleiche Brief von Lugano Finanz dass ich den betrag bis zum 13.08.2014 bezahlen soll sonst werden weitere schritte eingeleitet. Was soll ich jetzt machen ? bitte helfen sie mir Gruß ***

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Erbringen Sie unter keinen Umständen Zahlung, denn Sie sidn hierzu rechtlich NICHT verpflichtet.

Die Firma ist immer wieder durch ihr unseriöses Geschäftsgebaren aufgefallen. Sie stellt den Kunden Vermittlungsgebühren oder sonstige Kosten in Rechnung, die mit einer angeblichen Kreditvermittlungstätigkeit begründet werden.

Kreditinteressenten erhalten neben der vermeintlichen Kreditzusage zunächst einen Antrag, den sie unterschreiben und zurücksenden sollten. Für den dann per Nachnahme zugestellten Vertrag verlangt das Unternehmen völlig unangemessene Beträge, die direkt bei Zustellung der Unterlagen an der Haustür oder bei der Post gezahlt werden sollten - wie in Ihrem Falle auch.

Die angebliche Finanzierung erfolgt allerdings nicht oder zumindest nicht in dem zugesicherten Maße. Das bedeutet, dass im Regelfall gar nicht zur Auszahlung des Kredits kommt. Es geht dem Anbieter vielmehr nur darum, die "Kunden" um die Vermittlungsgebühren zu erleichtern.

Sie schulden der Firma daher nichts. Eine Vermittlungsprovision könnte diese ohnehin nur beanspruchen, wenn tatsächlich ein Kredit vermittelt worden wäre, und wenn dieser Kredit auch zur Auszahlung gelangt. Das ist gerade in der Regel nicht der Fall.

Sie haben lediglich eine unverbindliche Kreditanfrage getätigt. Eine solche Kreditanfrage begründet aber keinen Vertrag und kann Sie deshalb auch nicht zu irgendwelchen Zahlungen verpflichten.

Weisen Sie daher sämtliche Zahlungsforderungen ausdrücklich unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zurück, und bestreiten Sie jeglichen Vertragsschluss mit dem Anbieter. Teilen Sie zudem mit, dass Sie sich die Erstattung einer Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft wegen versuchten Betruges für den Fall vorbehalten, dass man Sie mit weiteren Zuschriften belästigen sollte.

Lassen Sie sich dann nicht durch möglich Folgeschreiben des Anbieters unter Druck setzen und einschüchtern. Es entspricht dem üblichen Vorgehen in dieser Branche, dass die Opfer durch Androhungen - angebliche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, Schufa-Eintrag und dergleichen - unter massiven Zahlungsdruck gesetzt werden. Dies immer deshalb, weil diese Anbieter wissen, dass ihre "Forderungen" tatsächlich nicht bestehen und vor Gericht auch nicht durchsetzbar sind.

Lassen Sie sich daher nicht verunsichern, und zahlen Sie keinesfalls.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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