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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22081
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, meine EVU hat mir eine Endabrechnung übermittelt,

Kundenfrage

Hallo,

meine EVU hat mir eine Endabrechnung übermittelt, dessen (abgelesene bzw. berechnete) Werte ich anzweifle.
Insgesamt ist das Jahr, vom 21.09.-30.09. in vier Ablesezyklen aufgeteilt. Laut AGB des EVU ist dieses verpflichtet Anfangs- und Schlusszählerstände für die Vertragslaufzeit vom Netzbetreiber zu übernehmen. Der gesamte Zeitraum wurde danach in vier Zyklen unterteilt:

Zyklus 1: 3 Monate, 3681 kW/h Verbrauch
Zyklus 2: 14 Tage zum Jahresende, 81,5 kW/h Verbrauch
Zyklus 3: 3 Monate, 463,5 kW/h Verbrauch
Zyklus 4: 6 Monate, 932 kW/h Verbrauch

Für den ersten Ablesezyklus nach Vertragsbeginn, dessen Anfangswert lt. Aussage des EVU vom Netzbetreiber übernommen wurde, wurde ein im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch (158,821 kWh/Monat) innerhalb der drei weiteren Zyklen um mehr als den Faktor sieben höherer Verbrauch abgerechnet. Ein Wert, der angesichts der anderen Zyklen sehr ungewöhnlich und für mich auch nicht erklärbar ist. Die Werte für Zwischenzyklen wurden jeweils rechnerisch ermittelt.

Ich habe Widerspruch beim EVU gegen die Abrechnung, v.a. gegen den ersten Wert, eingelegt und eine Gegenrechnung dargestellt, der der Durchschnittswert zugrunde liegt (danach: 476,463 kWh bei Schätzung des Verbrauchs). Das EVU meint nun, es müsse laut AGB die Werte vom Netzbetreiber übernehmen, wenn ich diese anzweifele solle ich mich doch an den Netzbetreiber wenden und selbst tätig werden. Ist das zulässig oder muss das EVU die Richtigkeit der Werte ermitteln bzw. nachweisen? Liegt die Beweislast bei Verbraucher oder beim Energieversorger? Ablesewerte des Netzbetreibers habe ich in diesem Zeitraum nicht schriftlich bestätigt oder anerkannt.

Das EVU hat mir mittlerweile einen Mahnbescheid zustellen lassen. Dort steht, bevor ich Widerspruch einlege, solle ich prüfen, ob ich im Recht sei.

Vielen Dank!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Darlegungs- und Beweislast für die Korrektheit der zugrunde gelegten Verbrauchswerte und die Ordnungsgemäßheit der technischen Verbrauchserfassung liegt nicht bei Ihnen, sondern ausschließlich bei dem Versorger als Ihrem Vertragspartner.

Macht er Ihnen gegenüber den Forderungsbetrag aus der Endabrechnung geltend, so ist er für dessen Höhe in der konkreten Beweispflicht. Dies bedeutet insbesondere, dass er Ihnen ganz konkret nachzuweisen hat, weshalb es innerhalb er hier zur Beurteilung stehenden vier Abrechnungszyklen zu einem derartigen Verbrauchssprung gekommen ist. Hierzu hat Ihnen der Versorger prüffähige und schlüssige Belege, Unterlagen und Kalkulationen zur Verfügung zu stellen, anhand derer Sie ersehen können, dass und warum es zu dem Verbrauchssprung gekommen ist.

Solange Ihnen dieses nicht seitens des Versorgers nicht nachgewiesen worden ist, sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Ihnen steht insoweit ein entsprechendes Zurückbehaltungsrecht an dem geltend gemachten Forderungsbetrag zur Seite.

Der Beweispflicht kann sich der Versorger im Übrigen nicht durch Verweis auf seine AGB und durch die behauptete Übernahme der Zahlen durch den Netzbetreiber entziehen: Mit dem Netzbetreiber haben Sie kein Vertragsverhältnis. Daher hat Ihnen Ihr Versorger die Verbrauchszahlen zu erklären - der Netzbetreiber ist rechtlich nicht Ihr Ansprechpartner, denn mit diesem stehen Sie in keinen vertraglichen Beziehungen.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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