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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22609
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten abend. mein Name ist xxx

Kundenfrage

Guten abend. mein Name ist xxx, 18 Jahre. Am 21.6. hat eine Vertreterin der Firma yyy bei uns angerufen und mich gefragt, ob ich Geld anlegen möchte. Nach kurzem hin und her habe ich mir ihren Vorschlag angehört. Auf die Frage, ob sie mir das Angebot zuschicken kann, habe ich ja gesagt aber extra noch nachgefragt, ob ich damit automatisch einen Vertrag abschließe. Die Dame antwortete mir sinngemäß "ob ich denn nicht wisse, was ein Angebot ist". Das Angebot wurde mir zugeschickt. Ich war nicht da (Urlaub bei den Großeltern). Als ich nach Hause kam und den Brief öffnete war ich erstaunt, dass ich 4000 Aktien im Wert von 6000 Euro gekauft hatte. Die Widerrufsfrist war abgelaufen und auf telefonischer Nachfrage wurde mir angeboten, den Aktienkauf von 4000 auf die Mindestzahl von 2000 zu reduzieren. Mehr sei nicht machbar, ein annullieren des Vertrages schon gar nicht. Habe ich eine Möglichkeit, aus dem Vertrag raus zu kommen. Ich bin gerade mit dem Abitur fertig und habe kein Einkommen, um die monatlichen Raten zu bezahlen. Vielen Dank für eine Antwort.

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind nicht zur Zahlung verpflichtet, denn ein zur Zahlung verpflichtender Vertrag ist vorliegend überhaupt nicht zustande gekommen. Dieser setzt Angebot und Annahme - also zwei korrespondierende und aufeinander Bezug nehmende Willenserklärungen - voraus, die einen Vertragsschluss begründen.

Schon daran fehlt es hier, denn die Zusendung des Prospekts/der Unterlagen stellen nichts weiter als ein Angebot dar, das Sie aber gerade nicht angenommen haben.

Sie können daher jeglichen rechtsverbindlichen Vertragsschluss schon aus diesem Grund ohne weiteres und ausdrücklich bestreiten.

Zudem können Sie hilfsweise die arglistige Täuschung einer etwaigen Vertragserklärung nach § 123 BGB erklären. Die Mitarbeiterin der Firma hat Sie bewusst und gezielt darüber getäuscht, dass es sich um ein Angebot handeln sollte, während tatsächlich am Telefon bereits ein Vertrag geschlossen worden ist.

Dieser Umstand berechtigt Sie zur Anfechtung nach § 123 BGB.

Weisen Sie daher sämtliche Forderungen schriftlich und nachweisbar (Eisnchreiben) unter Berufung auf diese klare Rechtslage zurück. Bestreiten Sie ausdrücklich einen Vertragsschluss, indem Sie darauf verweisen, dass Sie niemals eine Annahme des Angebots erklärt haben. Hilfsweise erklären Sie die Anfechtung wegen arglistiger Täsuchung.

Abschließend stellen Sie klar, dass Sie sich strafrechtliche Schritte gegen die Mitarbeiterin - Erstattung einer Strafanzeige wegen versuchten Betruges (§§ 263, 22 StGB) ausdrücklich vorbehalten.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt