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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16766
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe bei O2 zwei DSL verträge abgeschlossen.

Kundenfrage

Hallo,

ich habe bei O2 zwei DSL verträge abgeschlossen. den einen neu für meinen 2. anschluss im mai 2012 über 2 jahre. den anderen habe ich, nach vorangegangener kündigung, per fernabsatzvertrag über telefon zu januar 2013 einzig unter der von o2 vorgeschlagenen bedingung von 15€ monatlich grundgebühr über 2 jahre vertragslauzeit verlängert. die o2 mitarbeiterin hat mir irgendwelche rabattierungen angeboten, die sie mir bei vertragsabschluss über 2 jahre freischalten würde sodass ich auf die genannte summe kommen würde. ich habe dem vertrag telefonisch zugestimmt, sehe aber dass mir monatlich 25€ abgezogen werden, statt der zugesagten 15€. Nach etlichen gesprächen mit der hotline und schriftverkehr mit der o2 gesellschaft, wurde mir mittgeteilt dass ich einen rabatt bereits für den anderen vertrag nutze und daher keine rabattierung erhalten könne. zudem liege hier kein anspruch auf sonderkündigung vor.

meine frage lautet nun: gibt es eine möglichkeit aus dem vertrag raus zu kommen?

ich fühle mich betrogen, da mir etwas zugesagt wurde, was dann im nachhinein nicht eingehalten wird. das ist doch vertragsbruch, oder etwa nicht? wie die o2 ihre rabattierung intern regelt kann ich als verbraucher doch nicht erahnen? der o2 gesellschaft war ja schon bekannt, dass ich bereits einen dsl vertrag für einen anderen anschluss nutze. die o2 hätte mich doch darüber aufklären müssen, dass sie mir die zugesagten vertragskonditionen nicht einhalten kann nach dem der fernabsatzvertrag über telefon geschlossen wurde; und nicht nachdem ich 4 monate später anfrage?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
ehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Ja, Sie haben eine Möglichkeit

Sie haben sich über den Inhalt des von Ihnen abgeschlossenen Vertrags geirrt, bzw. wurden sogar arglistig getäuscht.

Damit war der Vertrag, so wie Sie ihn abgeschlossen haben nicht von Ihrem freien Willen getragen

Das gibt Ihnen ein Anfechtungsrecht, zum einen wegen Irrtums, 119 Abs 1 BGB, zum anderen sogar wegen arglistiiger Täuschung, 123 BGB.

Das Problem bei der Anfechtung wegen Irrtums ist, dass man von dem Augenblick an, wo man den Irrtum bemerkt nur eine bis zwei Wochen Zeit hat

Eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung ist bis zu einem Jahr möglich

Ich rate Ihnen daher, das Unternehmen anzuschreiben mit dem folgenden Wortlaut


Hiermit fechte ich den mit Ihnen geschlossenen Vertrag wegen Irrtums und arglostiger Täuschung an

Begründung............


Dies ist die einzige Möglichkeit, wieder aus dem Vertrag zu kommen



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen


Bitte fragen Sie sehr gerne nach



Wenn ich helfen konnte freue ich mich über eine positive Bewertung

danke