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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26839
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sonderkündigungsrecht??? Ist es möglich im Falle der Nutzung

Beantwortete Frage:

Sonderkündigungsrecht???
Ist es möglich im Falle der Nutzung des Sonderkündigungsrechts,
den Kündigungszeitpunkt auf ein bestimmtes Datum zu fixieren.
In meinem Falle handelt es sich um eine Strompreiserhöhung.
Die Frist für das Sonderkündigungsrecht beträgt 2 Wochen.
Die Erhöhung tritt ab 01.04.2013 in Kraft.
Ist es möglich über das Sonderkündigungsrecht den Vertrag zum 30.03.2013
zu kündigen oder entspricht dies einer sofortigen Kündigung?
Vielen Dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie ergänzend fragen:

Ist die von Ihnen angesprochene Frist von 2 Wochen vertraglich (AGB) festgelegt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl


 


die Frist von 2 Wochen bezieht sich auf


§41 Abs.3 EnWG


Anbei der Anstoß des Ganzen:


 


Ihr Stromentgelt ändert sich – erfahren Sie hier warum


 


Sehr geehrter Löwenzahn Energie Kunde,


 


bis spätestens 2022 werden alle Atomkraftwerke in Deutschland stillgelegt. Schon heute hat damit ein kontinuierlicher Ausbau der erneuerbaren Energien begonnen. Das ist auch gut so. Unser Ziel ist es, Ihnen weiterhin umweltfreundlichen Ökostrom zu günstigen Preisen zu liefern. Der Atomausstieg macht sich jedoch für uns alle bemerkbar, er kostet Geld! Unsere Stromversorgung ist zwar garantiert, doch kommt die Produktion der Nachfrage nicht hinterher. Die Folge: Es muss investiert werden.


 


Umbau der Energiebranche: 122 Milliarden Euro


 


Kosten von rund 122 Milliarden Euro werden derzeit für den Um- und Ausbau des deutschen Kraftwerkparks für die Systemumstellung auf erneuerbare Energien kalkuliert – das hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ermittelt.


 


Die Energiewende braucht mehr Stromnetze


 


Laut Bundesnetzagentur werden die Modernisierung und der notwendige Ausbau von Stromnetzen bis zu 40 Milliarden Euro kosten, wenn wir die Energieversorgung künftig umweltfreundlicher gestalten wollen. Insbesondere Stromautobahnen, die den Strom aus den Windparks in der Nordsee nach Süddeutschland leiten, sind dringend notwendig. Dazu gehört auch der Ausbau von Stromnetzen auf hoher See, wie er mit der neuen Offshore-Umlage seit Jahresbeginn gefördert wird. Zum Jahreswechsel hat der Großteil der Netzbetreiber seine Gebühren für die Stromdurchleitung um bis zu 25 Prozent erhöht. Tendenz steigend.


 


Förderung der erneuerbaren Energien


 


Die EEG-Umlage wurde im Jahr 2000 mit dem Start des Erneuerbaren-Energien-Gesetz eingeführt und ist seitdem immer wieder gestiegen. Allein sie beträgt für dieses Jahr 6,28 Cent/kWh brutto. Sie ist heute die größte staatlich verursachte Belastung des Strompreises. Mit dem Voranschreiten der Energiewende und dem steigenden Ausbau der erneuerbaren Energien legte sie seit 2009 um 330 Prozent zu. Der Anteil von Ökostrom am Energieverbrauch soll bis 2020 auf mindestens 30 Prozent gesteigert werden. Dadurch werden sich die Kosten erhöhen, alle Experten gehen von einem weiteren Anstieg aus.


 


Wir von Löwenzahn Energie halten den Atomausstieg für absolut unterstützenswert. Vor lauter Skalen, Werten und Vergleichen, als Teil politischer Strategiepapiere und klimafreundlicher Aktien zu dieser großen gesellschaftlichen Aufgabe, verliert der Normalbürger leider seinen persönlichen Bezug. Der Klimawandel ist aber immer noch da – nur völlig abstrakt. Denn wirklich spürbar ist er im Alltag noch nicht.


 


Leider haben wir von Löwenzahn Energie keine andere Möglichkeit als die gestiegenen Kosten an Sie weiterzugeben und die Strompreise anzupassen. Gehen Sie mit uns trotzdem weiterhin den gemeinsamen Weg in eine umweltbewusste Zukunft.


 


Ab dem 01. April 2013 gelten für Sie folgende Konditionen für unseren Ökostrom:


 


Arbeitspreis: 0,28154 Euro/kWh


Grundgebühr: 8,99 Euro/Monat


Ihr Abschlag entsprechend Ihrer Zahlweise beträgt künftig: 1.093,27 Euro


 


Falls Sie eine erweiterte Preisgarantie zu Ihrem Ökostrom-Tarif gebucht haben, übernimmt Löwenzahn Energie diese Erhöhungen selbstverständlich für Sie, so dass für Sie keine Preisanpassung anfällt.


 


Ihre Rechte auf Beendigung des Vertrages aus § 41 Abs. 3 EnWG bleiben selbstverständlich unberührt.


 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Soweit keine abweichende vertragliche Regelung vorhanden ist, gilt 41 III EnWG.

Das bedeutet, dass Sie den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen können.

Wichtig ist dabei dass Sie die Kündigung binnen 2 Wochen nach Zugang des Erhöhungsverlanges aussprechen.

§ 41 III EnWG regelt gerade nicht, wann das Vertragsverhältnis endet. Sie können daher ohne weiteres den Vertrag zum 30.03.2013 kündigen.

Nur müssen Sie binnen der 2 Wochen die Kündigung aussprechen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.