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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26341
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

ich habe heute einen Brief von "Wallsburger Consulting Ltd

Kundenfrage

ich habe heute einen Brief von "Wallsburger Consulting Ltd INKASSO" im Auftrag der Firma "Gewinnzentrale-Glückschance" bekommen, mit der Zahlungsaufforderung von 177,46 zu überweisen. Weiter steht in dem Brief das ich der kostenpflichtigen Dienstleistung damals (im Jahre 2010!!) zugestimmt habe, vorher haben die sich komischerweise nicht gerührt! Ob ich mich damals auf der Seite eingetragen hab kann ich nicht mehr sicher sagen.

Aber im großen ganzen ist der Brief reiner Müll und ich würd ihn einfach in die Tonne werfen, typische Abzock Seite die auf die 1% hoffen die das Geld überweisen.

Aber wie weit würden die gehen? Ist ignorieren die richtige Antwort?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nein, ignorieren würde ich das Schreiben des Inkassobüros nicht.

Meiner Erfahrung nach versuchen diese Firmen gerade bei Opfern die sich nicht wehren zu Geld zu kommen und leiten ein Mahnverfahren bei Gericht ein.

Sie sollten vielmehr dieses Inkassobüro anschreiben und eindeutig mitteilen, dass Sie nicht zahlen werden.

Fordern Sie das Büro auf Ihnen den angeblichen Vertragsschluss in Nachweis zu bringen. Allein daran wird die Gegenseite bereits scheitern

Rein vorsorglich sollten Sie nach §§ 119,123 BGB die Anfechtung des angeblich geschlossenen Vertrags wegen Irrtums und arglistiger Täuschung erklären (Ich fechte den angeblichen Vertrag nach §§ 119,123 BGB wegen Irrtums und arglistiger Täuschung an)

Weiter sollten Sie klarstellen, dass Sie den Vertrag nach § 138 BGB für nichtig halten.

§ 138 BGB besagt, dass ein Rechtsgeschäft bei dem Leistung und Gegenleistung nicht in einem angemessenem Verhältnis stehen nichtig ist.

Dies ist bei sogenannten "Nutzlos-Diensten" wie Telfonbucheinträgen, Gewinnspielen, oder Diensten die Sie bei Preisausschreiben automatisch eintragen, anzunehmen

Das in Ihrem Falle geforderte Entgelt von 177,46 EUR für den Nutzungsvertrag steht in keinerlei Verhältnis zu der angebotenen Leistung, so dass der Vertrag sittenwidrig und daher nichtig ist

Achten Sie bitte darauf das Schreiben per Einschreiben (Einwurf) zu versenden.

Mit diesem Schreiben sollten Sie auf der rechtlich sicheren Seite stehen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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