So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an hhvgoetz.
hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 2900
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
hhvgoetz ist jetzt online.

Guten Tag!

Kundenfrage

Guten Tag! Wir haben nach der Erhoehung der Beitraege fuer die KfZ-Versicherung ein guenstigeres Angebot ueber ein Internetportal erhalten. Dies wurde uns schriftlich zugeschickt (Post). Im Anhang befand sich ein Fragebogen, den wir direkt an die Versicherung faxen mussten. Daraufhin hatten wir telefonisch persoenlichen Kontakt, bei dem uns sogar noch ein guenstigerer Tarif genannt wurde. Anfang Januar nun wurde der Jahresbeitrag abgebucht und dieser ist nun fast doppelt so hoch und damit natuerlich auch teurer als die alte Versicherung. Auf telefonische Nachfrage konnte uns nicht geholfen werden und man wollte sich innerhalb von drei Werktagen aus einer anderen Abteilung bei uns melden. Dies ist nicht geschehen. Bevor ich nun wieder dort anrufe, moechte ich gerne wissen, ob die Versicherung auch wirklich an ihr schriftliches Angebot ueber das Interetportal gebunden ist (von der Versicherung selber wurde uns der Betrag ja nur telefonisch bestaetigt bzw. sogar verbessert) Und wenn ja, sie sich jetzt aber wehren, welche Moeglichkeiten haben wir? Muessen wir einen Anwalt einschalten? Schalten sie als Verbraucherschutz sich ein? Sonderkuendigungsrecht? Fuer ihre Antwort im Voraus herzlichen Dank! Mit freundlichen GruessenXXXXX XXXXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

die Angaben im von Dritten betriebenen Portalen sind leider nicht ohne weiteres bindend. Das wäre nur der Fall, wenn Sie hier Manipulation durch den Versicherer nachweisen könnten. Das ist in der Regel nicht möglich.

 

Sie sollten schnellstmöglich per Fax mit verkleinerter 1. Seite auf dem Beleg den Vertrag widerrufen. Hier läuft eine sehr kurze Frist von 14 Tagen ab Zugang des Versicherungsscheins mit Bedingungen und korrekter Belehrung.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__8.html

 

Hilfsweise erklären Sie die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung und äußerst hilfsweise die Kündigung zum nächstmöglichen Termin.

 

Sie müssen den Widerruf zwar nicht begründen, aber sollten reinschreiben, dass der Abbuchungsbetrag von der telefonisch zugesicherten Summe erheblich abweicht und eine Klärung nicht möglich ist. Dann ist auch klar, warum Sie anfechten, wenn der Widerruf nicht durchgreift.

 

An sich ist die Versicherung an das telefonische Angebot gebunden, nur wird es auch hier wieder schwer, Tatsachen zu beweisen, die über Ihren schriftlichen Antrag hinausgehen.

 

Gibt es in der Folge Probleme, sollten Sie sich an einen Kollegen vor Ort wenden.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

Ähnliche Fragen in der Kategorie Verbraucherrecht