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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 6031
Erfahrung:  Viele Jahre Erfahrung
52374836
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte/r Rechtsanwalt/in, wir haben über die Rechtsberatung

Kundenfrage

Sehr geehrte/r Rechtsanwalt/in,

wir haben über die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale dieses Jahr schon eimal Rechtsauskunft erhalten im Falle Teldafax Nachzahlung an den Insolvenzverwalter Dr.Biner Bähr.
Es ging darum das wir für den Zeitraum 1.11.2008 bis zum 17.05. 2011 insgesamt 3867,05 Euro nachzahlen sollten. Nach Auskunft einer Ihrer Kollegen ist die Forderung der Verbrauchsabrechnung der TElDaFax vom 13.01.2012 für den Zeitraum des Jahres 2008 nach § 195 BGB verjährt( 661,65 Euro ) .
Des Weiteren haben wir die Auskunft erhalten, dass wir gemäß § 387 BGB unsere offenen Guthaben ( Strom in Höhe von 528,20 Euro ) gegenüber TELDAFAX
Verbrauchsabrechnungen 01.09.2010 - 17.05.2011 aufrechnen können, da die Rückzahlung des Guthabens bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens fällig gewesen ist.
Dieses haben wir gegenüber dem Insolvenzverwalter am 31.01.2012 erklärt und von der Gesamtforderung 2677,20 Euro zum 31.01.2012 gezahlt.

Im Schreiben des Insolvenzverwalters Creditreform ( Dr. Biner Bähr) vom 08.11.2012 erhielten wir eine neue Forderung in Höhe von 1189,85 Euro ,dass 2008 nicht verjährt sei, mit der Begründung
- eine Verjährung der offenen Posten für den Verbrauchszeitraum 2008 liegt hier nicht
vor, da bei Energielieferung die Verjährungsfrist ab dann beginnt, wann der
Netzbetreiber den Endzählerstand geliefert hat
- ein Anspruch ist erst dann fällig, wenn der Gläubiger einen Anspruch geltend machen
kann
- der Energieversorger kann daher erst dann seinen Anspruch geltend machen, wenn
dieser vom Netzbetreiber die Zählerstände erhält
- in Ihrem Falle wurde der Endzählerstand vom Netzbetreiber am 19.05.2011 geliefert,
somit endet die Verjährungsfrist zum 31.12.2014
- weiterhin müssen wir Ihnen mitteilen, dass eine Aufrechnung sowie eine
Verrechnung von Guthaben aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht möglich ist
Wir wurden daher gebeten, den Ausgleich der noch ausstehenden Forderung in Höhe von 1189,85 Euro bis zum 22.11.2012 zu überweisen.

Wir bitten um Information, ob diese abschließende Forderung rechtens ist , bzw. mit welchen Begründung wir dagegen schriftlich Widerspruch einlegen können.

Vielen Dank XXXXX XXXXX

Familie Sommer
Ulmenstr. 95
12621 Berlin
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die erhaltene Auskunft bzgl. der Verjährung ist leider zutreffend. Die Verjährungsfrist beginnt zu laufe, sobald die Forderung entstanden ist. Dies ist bei Energiedienstleistungen dann der Fall, wenn der Versorger die Zählerstände kennt und somit die zur Abrechnung relevanten Daten kennt. Lag die Zählerstandskenntnis somit nicht 2008 vor, ist keine Verjährung eingetreten.

Eine Aufrechnung ist hingegen zulässig, sofern die Forderung, mit der aufgerechnet werden soll bereits vor Verfahrenseröffnung entstanden ist (BGH, Urteil vom 26. April 2012, AZ: IX ZR 149/11).

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Stellen Sie Ihre Rückfragen bitte nicht über die Smileys, sondern „dem Experten“ antworten. Halten Sie die Frage für nicht beantwortet, fragen Sie bitte beliebig oft nach.

Bestehen keine Nachfragen, bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass




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