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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26195
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, nach meinem Umzug von Iserlohn nach

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte,
nach meinem Umzug von Iserlohn nach Hannover am 30.10.2012, welcher einen Festpreis von 1499,-€ betrug, erhielt ich am 13.11.2012 eine Zusatzrechnung von 238,-€.
Es wurde mir eine Stunde Wartezeit berechnet, da ich mit meiner Freundin eine Arbeitsplatte für den Aufbau der Küche holen musste.
Leider stellte ich zu spät fest, dass einige Macken an verschiedenen Möbeln, sowie auch an der neuen Arbeitsplatte entstanden sind, und eine Lampe fehlt. Nach den AGB des Umzugsunternehmen Andrea Grant sollten diese Dinge innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden.
Muss ich den geforderten Betrag von 238,-€ zahlen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Darf ich Sie fragen:

Als das Fehlen der Platte bemerkt wurde: Wurden Sie darauf hingewiesen, dass die Stunde Wartezeit zu Mehrkosten führen würden?

Ist denn in dem Festpreisangebot eine Zeitvorgabe genannt worden?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Als ich wegen der Platte mit meiner Freundin losfuhr, waren die Herren noch voll beschäftigt, aber es rief mich der Leiter im Baumarkt an, wie lange es noch dauern würde, sie wären sonst fertig.


Nein, im Auftrag war keine Zeitangabe festgeschrieben.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn Sie mit dem Unternehmen einen Frsitpreis vereinbart haben, dann ist das Unternehmen an diese Preisabsprache gebunden.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn Sie während des Auftrags zusätzliche Leistungen vereinbart haben, die nach der allgemeinen Verkehrsanschauung, nicht ohne zusätzliche Vergütung zu erwarten sind.

Wenn Sie also im Festpreis den Aufbau der Küche nicht vereinbart hätten, so wäre dieser zusätzlich zu vergüten gewesen.

Da in Ihrem Fall der Aufbau einer Küche (so nehme ich an) mit vereinbart war, so sind zeitliche Verzögerungen im geringeren Umfang vor allem dann hinzunehmen, wenn im Umzugsauftrag keine besondere Zeitangabe (Beispiel Umzug von 10-16 Uhr) gemacht wurde.

Bei einem Umzug muss generell mit Verzögerungen gerechnet werden (Stau, Parkplatzprobleme), so dass der Unternehmer für die Verzögerung von einer Stunde bei einem Festpreis keine Extrakosten berechnen kann.

Hinsichtlich der vom Unternehmer verwendeten AGB sehe ich eine Nichtigkeit nach § 309 nr. 8 ee BGB, da hier eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers vorliegt.

Danach darf die Frist für eine Mängelanzeige maximal (für offensichtliche Mängel) auf 1 Jahr verkürzt werden.

Sie müssen daher die "Wartezeit" nicht bezahlen und haben demgegenüber Gewährleistungsansprüche, da die Ausschlussfrist gegen § 308 Nr. 8 ff BGB verstößt.


Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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