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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1396
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Erbrecht, Steuerrecht und Gesellschaftsrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgendes problem: vor kurzem hat mich

Kundenfrage

Hallo,

ich habe folgendes problem:

vor kurzem hat mich die Firma "emtrada GmbH" aus Landsberg am Lech angeschrieben, ich solle eine Rechnung aus dem Jahr 2009 in Höhe von 114 € bezahlen, da ein technischer Fehler die Abbuchung über meine VISA Karte verhinderte. Die Rechnung ist über 3 Jahre her, und ich kann beim besten willen nicht nachvollziehen, ob die VISA Karte belastet wurde oder nicht. Dies habe ich auch der Firma tel. mitgeteilt. Die website www.wasserpfeife24.de (Eig. emtrada GmbH) gibt es nicht mehr . Jetzt habe ich von dem RA Dirk M. Hauguth ( vertritt emtrada GmbH ) eine Aufforderung erhalten. Natürlich kostet mich der Spass jetzt mit Zinsen und Mahn- RA-gebühren fast 200 EUR. Mein Steuerberater meint ich mache die EINREDE DER VERJÄHRUNG.

Ist die Rechnung tatsächlich verjährt?

Bitte um Rückantwort.
Mfg
Edmond Mando
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechnung ist aktuell leider noch nicht verjährt.

Richtig ist zwar, dass die regelmäßig Verjährungsfrist laut BGB 3 Jahre beträgt. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Die Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und nicht mit dem Datum der Rechnungsstellung.

Wenn die Rechnung also in 2009 gestellt wurde, dann hat der Gläubiger noch bis Ende diesen Jahres Zeit, die Forderung geltend zu machen. Ein einfaches Schreiben vom Anwalt reicht jedoch in der Regel nicht, um die Verjährung zu hemmen. Ein Mahnbescheid würde dafür jedoch ausreichen.

Sie sollten dennoch schauen, ob sich die Zahlung zumindest anhand der Kontoauszüge nachweisen lässt. Die Gegenseite muss Ihnen selbstverständlich beweisen, dass der Anspruch berechtigt ist, allerdings müssten Sie leider in einem Prozess nachweisen, dass die Forderung bereits beglichen ist.

Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die Funktzion "Frage an den Experten stellen". Anderenfalls bitte ich höglich um Akzeptierung mit Hilfe der Smilys. Weitere Rückfragen sind im Anschluss weiterhin ohne Zusatzkosten möglich.

Mit freundlichen Grüßen,

K.Nitschke

Rechtsanwältin

RainNitschke und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hätte ich doch lieber die 114 euro gleich bezahlt....

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, wenn Sie nicht nachweisen können, dass die Forderung bereits beglichen ist, dann sollten Sie die Rechnung bezahlen. Allein das gerichtliche Mahnverfahren würde wiederum mit Kosten verbunden sein.

.

Mehr als 5 % Zinsen sollte man Ihnen jedoch nicht dafür abnehmen. Gerne werden in solche Schreiben auch 14 % reingeschrieben. Das ist maßlos übertrieben und würde auch in einem Prozess nicht zugebilligt werden. Die Rechnung des Anwalt darf bei dem Streitwert auch nicht höher sein als 46,41 EUR.

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