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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 3506
Erfahrung:  zertifizierter Testamentsvollstrecker
35468264
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Hallo ! Wir haben Probleme mit einem Baustoffhändler. Dieser

Kundenfrage

Hallo ! Wir haben Probleme mit einem Baustoffhändler. Dieser hat uns Ende März Baustoffe für unsere Dachsanierung geliefert. Die Baustoffe wurden vor Ort bei dem Händler bestellt und dieser rechnete und die benötigte Menge der Baustoffe aus. Bis dahin war alles kompetent und ok. Nach der Dachsanierung waren Dämmstoffe; eine komplette Palette Dachziegel und 36 Ortgangziegel übrig. Die Ortgangziegel hatte der Mitarbeiter der Baustofffirma falsch berechnet. Er versicherte uns, das wir die Baustoffe zurückgeben könnten und er so bald als möglich einen LKW ( welcher einen ladekran hat ) vorbeischicken würde.Zuerst sollten wir diegesamte Rechnung begleichen. Das waren 9500,00 Euro. Er würde dann, wenn die restlichen Baustoffe wieder vor Ort wären, den Betrag an uns überweisen. Es gingen dann allerdings Wochen und Monate in´s Land und mein Mann fragte immer wieder per E-Mail bei dem Verkäufer an. Dieser hatte ständig andere Ausreden, welche mit der Zeit immer unverschämter wurden. Mein Mann hat sich dann in seiner Firma ein kleines, älteres Auto mit Ladekran ausgeliehen und die Palete Dachziegel und die Dämmstoffe aufgeladen und diese auf eigene Gefahr zurück nach Tettnang gefahren.Das war am 21.07.2012. bis jetzt haben wir nach langer Wartezeit nur die Dämmstoffe erstattet bekommen. Die Palette Dachziegel müsste er erst wieder verkaufen um uns den Preis erstatten zu können, obwohl der Lagerarbeiter der die Steine entgegengenommen hat sagte es wäre Lagerware. Die 36 Ortgangziegel, welche der Verkäufer zugegebenerweise selbst verschuldet hat, konnte mein Mann leider nicht mehr mitnehmen, da das Auto sonst überladen gewesen wäre. Der Verkäufer hat schon mehrfach versprochen, diese noch vor dem Winter abholen zu lassen. Bis jetzt liegen diese immer noch in unserem Vorgarten. Wir haben nun nach langem Geduldsspiel und langer Wartezeit alle E-Mails ausgedruckt und zusammen mit einem Schreiben an den Geschäftsführer der Firma geschickt in der Hoffnung das der Stein nun in´s Rollen kommt. Aber bis jetzt haben wir immer noch keine Reaktion bekommen. Wir möchten nun gerne wissen, was wir nun noch tun können um an unser Geld und unser Recht zu kommen. Als Familie brauchen wir das Geld schließlich auch. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns einen Rat geben könnten. mit freundlichen Grüßen und vielen Dank XXXXX XXXXX xxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Liegt Ihnen hinsichtlich der Zusicherung etwas Schriftliches vor ?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ja. Der Verkäufer hat uns per Mail zugesichert, das die Baustoffe


zurückgegeben werden kann. Nun sind die Sachen dort bis auf die Ortgangziegel, welche er laut Aussage " auf seine Kappe" nimmt. Dies hat er auch per mail mitgeteilt. Diese haben wir alle gespeichert.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

der effektivste Weg besteht darin, einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Der Gegenseite müsste eine kurze Frist (höchstens 5 Tage) gesetzt werden, innerhalb derer die Ziegel abzuholen sind und darüber hinaus dem Grunde nach eine entsprechende Erstattung für die zuviel berechneten Baustoffe verlangt werden, wenn dieser Anspruch nicht konkret beziffert werden kann.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Mit der Frist haben wir schon versucht. Welche Rechtsgrundlage bzw, welche Möglichkeiten haben wir, wenn diese Frist nicht eingehalten wird und jegliche Kontaktaufnahme hinsichtlich des Problems totgeschwiegen bzw. abgewimmelt wird.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Rechtsgrundlage für Ihren Anspruch wäre § 280 BGB. Ihren Anspruch könnten Sie entweder im gerichtlichen Mahnverfahren oder durch Erhebung einer Klage durchsetzen.
Im Mahnverfahren würde der Gegenseite ein Mahnbescheid zugestellt werden. Im Falle eines Widerspruchs würde das Verfahren an das zuständige Gericht abgegeben werden.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Was beinhaltet § 280 BGB ? Wir sollen also die Frist stellen und wenn diese verstreicht ohne das etwas passiert, dann sollen wir der Gegenseite einen Mahnbescheid zukommen lassen. Welche Chancen haben wir gegen eine Baustofffirma und welche Kosten kommen bei einem Mahnverfahren auf uns zu. Wo beantrage ich einen Mahnbescheid ??


Danke

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

§ 280 BGB begründet einen Schadensersatzanspruch, wenn der Schuldner einen Pflicht aus dem Schuldverhältnis verletzt.

Die Chancen bewerte ich - vorbehaltlich einer eingehenden Prüfung - mit gut. Beim Mahnverfahren müssen Sie eine Gerichtsgebühr zahlen. Diese Gebühr hängt aber von der Höhe des Streitwerts ab.
Beantragen können Sie eienn Mahnbescheid unter https://www.online-mahnantrag.de/omahn/Mahnantrag?_ts=1422652-1351076214260&Command=start.

Dies sollten Sie aber von einem Anwalt durchführen lassen, da das Ausfüllen nicht ganz einfach ist.

Es müsste also erst in Erfahrung gebracht werden, mit welchem Wert die überflüssigen Baustoffe zu veranschlagen sind.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Danke XXXXX XXXXX erst einmal zu wissen.


Gibt es sonst keinen anderen Weg, eine außgerichtliche Einigung zu erzielen ?


Wie kann ich den Händler zwingen sein eigenverschuldetes Baumaterial abzuholen, ohne gleich vor gericht zu ziehen ?


Kann er einfach sagen das die komplette Palette Dachziegel erst verkauft werden muss bevor wir das Geld bekommen oder ist das nicht legal !

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn die Gegenseite auf Fristsetzung nicht reagiert, bleibt nur der Weg übers Gericht.

Da das Unternehmen bei der Kalkulation offensichtlich einen Fehler gemacht hat, kann es sich nicht darauf berufen, dass die Ziegel erst verkauft werden müssten.
Die restlichen Baustoffe müssen bewertet und der dafür angesetzte Betrag Ihnen ausgezahlt werden.

Eine andere sinnvolle Vorgehensweise besteht nicht.
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Nachfragen ? Anderenfalls bitte ich darum, meine Antwort positiv zu bewerten.

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