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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26424
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen! Ich habe bereits am 21.04.2012 einen Maßanzug

Kundenfrage

Guten Morgen!

Ich habe bereits am 21.04.2012 einen Maßanzug über einen Onlinehändler bestellt. Ich warte demnach seit fast 6 Monaten auf meine Bestellung ohne eine Gegenleistung für meine Zahlung erhalten zu haben. Der Händler gibt auf seiner Homepage eine Lieferzeit zwischen 6 und 8 Wochen an.
Bei dem Versuch den Auftrag zu stornieren beruft sich das Unternehmen auf einen Absatz der AGB der ein Rückgaberecht von maßgefertigter Ware ausschließt.
Ich habe das Gefühl, bewusst hingehalten zu werden und die Informationen, die ich zu meinem Auftragsstatus erhalte Falschangaben sind. So sei mein Auftrag ( nach einer Beschwerde meinerseits)
nach einer nicht bestandenen Qualitätskontrolle erneut in Produktion gegangen. Welche Möglichkeit habe ich, mein investiertes Geld zurück zu bekommen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Lieferzeiten sind ja auf der Homepage recht unbestimmt gehalten.

Darf ich Sie fragen:

Haben Sie in Ihren Schreiben an den Händler diesem eine Frist zur Lieferung gesetzt (Beispiel 2 Wochen ab Briefdatum?).

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Am 7.08. habe ich eine Lieferung bis Anfang September verlangt und den Wunsch geäußert, bei Nichterfüllung stornieren zu wollen.


 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sofern Sie bei Ihrer Fristsetzung ein genaues Datum genannt habe (03.09.2012) oder die Frist bestimmbar war (14 Tage ab Briefdatum), können Sie den Werkvertrag nach § 649 BGB aus wichtigem Grund kündigen.

Ein Grund für eine wichtige Kündigung liegt dann vor, wenn Ihnen ein weiteres Festhalten am Vertrag nicht mehr zugemutet werden kann. Im Vorliegenden Fall haben Sie den Anzug Ende April bestellt und Ihnen wurde eine Lieferzeit von maximal 8 Wochen versprochen. Diese Frist wäre bereits Ende Juni abgelaufen.

Die Verzögerung ist auch dem Hersteller zuzurechnen, da die (angeblich) schlechte Fertigung in seinen Risikobereich fällt.

Soweit Sie den Werkvertrag aus wichtigem Grund gekündigt haben entfällt die Vergütungspflicht, da die Leistung an Sie noch nicht erbracht wurde. Sie haben daher einen Rückforderungsanspruch nach § 812 I BGB.

Darüberhinaus haben Sie nach § 280 BGB noch eine Schadensersatzanspruch gegen den Hersteller (Anwaltskosten, Sie mussten sich anderweitig einen Maßanzug zu höheren Kosten fertigen lassen und so weiter).




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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