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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 23056
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein Zeitschriftenabo per Telefon abgeschlossen

Kundenfrage

Hallo,
ich habe ein Zeitschriftenabo per Telefon abgeschlossen bzw. mich dazu überreden lassen. Die erste Buchung wurde abgebucht ohne das ich es wusste. Diese konnte ich auch nicht mehr zurückgehen lassen. Ich habe von dieser Firma keine schriftliche Widerrufsbelehrung bekommen. Desweiteren hab ich auch nirgends was unterschrieben diesbezüglich bzw. einen Vertrag. Diese besagte Firma möchte nun Geld von mir und hat bereits ein Inkasso beauftragt. Ich habe auch schon mehrmals denen geschrieben, dass ich im Grunde einen Beweis möchte, der besagt, dass ich einen Vertrag mit denen abgeschlossen habe. Die Zeitschriften habe ich bekommen, aber leider weggeschmissen, anstatt sie zurückgehen zu lassen. Wie sieht hier die rechtliche Lage aus bzw. bin ich nun verpflichtet die Sache zu zahlen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Weisen Sie sämtliche Forderungen schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) zurück. Bestreiten Sie ausdrücklich, den behaupteten Vertrag jemals geschlossen zu haben, und fordern Sie den Nachweis des angeblichen Vertragsschlusses.

Behauptet der Anbieter hier einen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig. Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des Vertrages konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die volle Beweislast für den Vertragsschluss liegt bei dem Anbieter.

Kann der Anbieter diesen Nachweis nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

Fordern Sie die Gegenseite daher schriftlich zum Vertragsnachweis auf, und teilen Sie mit, dass Sie bis dahin keinerlei Zahlungen leisten werden.




Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich habe diese Firma bereits aufgefordert, aber die haben mir nicht geschickt.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Sie sind solange zu keinen Zahlungen verpflichtet, wie der Vertragsnachweis nicht geführt ist. Es ist daher an der Firma, hier zu reagieren und Ihnen etwas Schriftliches zu übersenden.

Sollten Sie Post von dem Inkassodienst erhalten, teilen Sie diesem mit, was ich oben ausgeführt habe.

Auf weitere Schreiben sollten Sie konsequent nicht reagieren und sich insbesondere nicht einschüchtern lassen.

Reagieren müssten Sie erst auf einen gerichtlichen Mahnbescheid, dem Sie binnen 14 Tagen widersprechen. Dazu wird es aber nicht kommen, denn wenn der Vertrag nicht nachweisbar ist, werden die Anbieter auch keinen Mahnbescheid erwirken, weil sie wissen, dass sie ihre Forderungen gerichtlich nicht durchsetzen können.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern.

Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt