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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Hallo ! Ich habe 2006 einen Kreditvertrag abgeschlossen. In

Kundenfrage

Hallo !
Ich habe 2006 einen Kreditvertrag abgeschlossen. In diesem Kreditvertrag sind Die Bearbeitungsgebühren aufgeführt und in die Kreditsumme mit eingerechnet worden. Laut eines Urteils des OLG Dresden ( Az: 8U 562/11 ) sind Bearbeitungsgebühren unzulässig. Kann ich diese Bearbeitungsgebühren zurückfordern und wenn, wie ? Nur über einen Anwalt oder reicht ein einfaches Anschreiben an die Bank.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Kellner
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ein einfaches Schreiben an die Bank reicht im vorgerichtlichen Bereich völlig aus. Sie sollten aber eine Frist zur Rückzahlung setzen, damit die Bank, so sie nicht zahlen sollte, in Verzug gerät und Sie dann ohne Weiteres den Gerichtsweg beschreiten können, wenn Sie die Bank auf dem Klagewege zur Zahlung zwingen müssten.

Wenn ein gerichtliches Verfahren nötig würden, könnten Sie es dann ohne Anwalt führen, wenn der Streitwert unter 5000,- Euro liegt. Liegt er darüber, besteht Anwaltszwang, dann müssten Sie einen Anwalt mit der Klage beauftragen und könnten das nicht selbst machen.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Hallo ! Diese Antwort war schon sehr hilfreich. Gibt es für solche Zwecke irgendwelche Musterbriefe, die man verwenden kann. Sollte man sich in dem Schreiben auf das gesprochene Urteil vom OLG Dresden berufen ?


Gilt gesprochenes Recht in allen Bundesländern gleich ? Sind Bearbeitungsgebühren tatsächlich unzulässig und können sie in jedem Fall zurück gefordert werden? Wo müßte ich so ein Verfahren anstreben ?


 


Danke für die folgende Antwort.

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Musterbriefe gibt es etwa von dern Verbraucherzentrale NRW unter

http://www.vz-nrw.de/mediabig/160081A.pdf

Setzen Sie hinter den Begriff "Kontoführungsgebühren" nach Schrägstrick den Begriff "Bearbeitungsgebühren"

Sie können Sie auch auf den BGH, Az. XI ZR 388/10 berufen. Auch können Sie sich auf das OLG Karlsruhe, Az. 17 U 192/10. In diesem Urteil wird nochmals explizit auf die Bearbeitungsgebühren Bezug genommen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo !


 


Wo und wie kann ich so ein gerichtliches Verfahren ohne Anwalt einleiten, falls sich das Kreditinstitut quer stellt ?

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das wäre bei einem Streitwert von bis 5000,- Euro das Amtsgericht, in dessen Bezirk die kreditgebende Zweigstelle ihren Sitz hat.

Beim Streitwert von über 5000,- wäre das das entsprechende Landgericht. Hier bestünde dann auch Anwaltszwang.

Die Klage erheben Sie durch einen entsprechenden Antrag beim Gericht. Der Antrag muss schriftlich gestellt werden oder aber zur Niederschrift bei der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts, wo zu klagen ist.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

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