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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Guten Tag, Bin ich an meinen Telekomvertrag gebunden, auch

Kundenfrage

Guten Tag,

Bin ich an meinen Telekomvertrag gebunden, auch wenn ich während der Vertragslaufzeit umziehe und in der Wohnung keinen Telefonanschluss habe, oder kann ich eine sofortige Entlassung aus dem Vertrag verlangen?

Letzen August bin ich umgezogen, und habe vergeblich um Entlassung aus dem Vertrag gebeten, der noch bis Januar 2013 läuft. Im Januar habe ich die Zahlungen eingestellt, worauf sie mir endlich im Juli gekündigt haben. Nun verlangen sie den Zahlungsausfall von Januar bis Juli in Höhe von 200 Euro. (Eine Entschädigung von 58 Euro habe ich bereits bezahlt).
Ich habe mich informiert und erfahren, dass es bei einem Umzug grundsätzlich möglich ist, aus dem Vertrag auszusteigen.
Nun habe ich mich geweigert, die 200 Euro zu bezahlen, woraufhin die Telekom nun ein Gerichtsverfahren einleiten will, bzw. die entsprechende Post von ihrem Anwalt habe ich schon bekommen.
wie verhalte ich mich nun? Soll bzw. muss ich das bezahlen, oder habe ich recht und soll es auf ein Verfahren ankommen lassen?
MUSS die Telekom mich entlassen und auf die Zahlungen verzichten, oder KANN sie?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

konnte Sie Telekom Ihnen am neuen Wohnort einen Anschluss anbieten?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Die Telekom bietet mir an, einen Anschluss zu legen, bzw. den Vertrag fortzuführen, aber mein Vermieter möchte keinen Anschluss legen lassen.


 


Sie schreiben, dass es möglich ist, den Vertrag vorzeitig zu kündigen, wenn am neuen Wohnort schon ein telekomvertrag besteht.


 


Was das Internet angeht, so benutze ich das hausnetzwerk, also in gewisser Weise nutze ich einen vorhandenen Anschluss.

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dann ist das so eine Sache:

Der Vermieter kann Ihnen nicht vorschreiben, über wen Sie Ihre Telefonate oder sonstigen Netzaustausch führen.

Daneben besteht ein Recht zur vorzeitigen Kündigung nur dann, wenn die Telekom Ihnen am neuen Wohnort keinen Anschluss zur Verfügung stellen kann.

In Ihrem Falle kann die Telekom Ihnen einen Anschluss zur Verfügung stellen. Rechtlich betrachtet darf der Vermieter Ihnen auch nicht verbieten, einen Anschluss von der Telekom zu nutzen.

Im Ergebnis wird davon auszugehen sein, dass bei dieser Rechtslage die Telekom notfalls auf dem Gerichtsweg versuchen wird, offene Forderungen bei Ihnen einzuklagen. Angesichts der Rechtslage erscheint es auch überwiegend wahrscheinlich, dass ein Gericht Sie zur Zahlung verurteilen wird.

Etwas anderes wäre es, wenn zum Haus des Vermieters gar keine Telefonkabel lägen. Dann könnte die Telekom, die eine Erlaubnis des Hauseigentümers zum Anschluss an das Kabelnetz bräuchte, Ihnen dann keinen Anschluss zur Verfügung stellen, wenn der Vermieter den Anschluss nicht will, dann könnten Sie auch vorzeitig aus dem Vertrag.

Liegen aber bereits Anschlüsse zum Haus und will der Eigentümer nur nicht, dass Sie einen bestimmten Anbieter nutzen, ist das für die Telekom unbeachtlich.

Bei Fragen melden Sie sich.
RAScholz und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die Einschätzung.


 


Es gibt nur keinen Anschluss in meiner Wohnung, im Haus schon.


Heißt das, dass das nicht ausreicht, da es theoretisch möglich wäre, einen zu legen (aber nicht gewollt)?


 

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das heißt es. Aber lassen Sie mich fragen: Gibt es einen Gemeinschaftsanschluss, an dem aller Bewohner etwa im Hausflur o. Ä. telefonieren? Haben alle Wohnungen keinen Anschluss oder nur Ihre nicht?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wir alle benutzen dasselbe Internetnetzwerk, der Router ist beim Vermieter in der Wohnung.


Diese Situation kommt so zustande, dass der Vermieter von zwei großen Wohnungen je zwei Zimmer "abgetrennt" hat, eine Wand eingezogen hat und aus einer Wohnung (in der der Anschluss ist) zwei gemacht hat und in diesen neuen zwei Wohnungen, also ehemaligen Zimmern einer großen Wohnung, kein Anschluss vorhanden ist, und er nicht vorhat, einen zu legen. D.h. auch die andere "neue" Wohnung hat keinen Anschluss, da er in der anderen abgetrennten Hälfte ist.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Wir alle benutzen dasselbe Internetnetzwerk, der Router ist beim Vermieter in der Wohnung.

Diese Situation kommt so zustande, dass der Vermieter von zwei großen Wohnungen je zwei Zimmer "abgetrennt" hat, eine Wand eingezogen hat und aus einer Wohnung (in der der Anschluss ist) zwei gemacht hat und in diesen neuen zwei Wohnungen, also ehemaligen Zimmern einer großen Wohnung, kein Anschluss vorhanden ist, und er nicht vorhat, einen zu legen. D.h. auch die andere "neue" Wohnung hat keinen Anschluss, da er in der anderen abgetrennten Hälfte ist.

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dann hat wohl keine Wohnung einen Telefonanschluss. Dann dürften Sie rechtlich gesehen die Zustimmung vom Vermieter verlangen, dass Sie einen gelegt bekommen, das ist ständige Rechtssprechung. Von daher wird die Telekom Sie auf diese Rechtslage verweisen und die Zahlung verlangen können. Das ist zwar misslich, denn im Prinzip haben Sie entweder die Möglichkeit, sich mit dem Vermieter zu streiten oder mit der Telekom, aber so ist die Rechtslage.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.