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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 21853
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Betreff Firma Vendis, bei der suche nach einem E book Raider

Kundenfrage

Betreff Firma Vendis,

bei der suche nach einem E book Raider für meine Frau wurde mir die Seite von Vendis angezeigt. Nach meinen eingaben wurde mir dann angezeigt das kein ergebnis vorliegt.
Kurz darauf kam der Hinweis das meine registrierung erfolgt sei und die Jahresabrechnung ,von der ich auf der anmeldung nicht gelesen hatte. Ich habe schon 2 Briefe dort hin geschrieben das mann meine anmeldung stonieren soll.Heute per Imail die nachricht das man das nicht macht. was soll ich jetzt machen!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Weisen Sie sämtliche Forderungen schriftlich zurück, denn Sie sind nicht zur Zahlung verpflichtet: Die Firma richtet sich mit ihrem Angebot ausschließlich an Gewerbetreibende.

Dies ergibt sich aus den Vertragsbedingungen des Anbieters. An diese eigenen Vertragsbedingungen ist der Anbieter gebunden. Sind Sie tatsächlich aber kein Gewerbetreibender - wovon ich ausgehe -, so sind Sie auch nicht zur Zahlung verpflichtet.

Sie können und sollten Ihre Vertragserklärung zudem hilfsweise wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anfechten und den Vertrag damit in Wegfall bringen.

Bewirbt ein Anbieter nämlich - wie hier - sein Dienstleistungsangobot mit dessen angeblicher Kostenfreiheit, und stellt es seinen Kunden später hohe Nutzungsgebühren in Rechnung, täuscht der Anbieter gezielt über einen für den Vertragsschluss wesentlichen Umstand - nämlich der vorgetäuschten Unentgeltlichkeit.

Die Vertragserklärung eines auf diese Weise durch Täuschung zum Vertragsschluss bestimmten Kunden ist dann anfechtbar.

Zudem gilt: Ist die Webseite bewusst so irreführend gestaltet, dass der User oder Kunde über eine etwaige Entgeltpflichtigkeit einer Dienstleistung gezielt im Unklaren gelassen wird, liegt gleichfalls eine zur Anfechtung berechtigende arglistige Täuschung vor.

Dies ist bei dem genannten Anbieter der Fall, wie Sie unter folgendem Link nachlesen können:

http://www.abzocknews.de/2012/03/06/leserzuschrift-neue-abofalle-unter-grosshandel-angebote-de-einer-vendis-gmbh/

http://die-abzocker.info/tag/vendis-gmbh/

Zur Geltendmachung Ihres Anfechtungsrechts empfehle ich Ihnen das Musterschreiben des Verbraucherschutzes auf der nachfolgenden Seite:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ129898711801422/link618091A.html

Verwenden Sie dort den "Musterbrief zur Abwehr unberechtigter Forderungen gegenüber Volljährigen".

Zusammenfassend: Weisen Sie in dem Schreiben jegliche Forderung zurück, indem Sie
a) darauf hinweisen, dass Sie kein Gewerbetreibender sind und sich daher schon auf der Grundlage der eigenen AGB des Anbieters nicht rechtswirksam anmelden konnten
und
b) hilfsweise Ihre Vertragserklärung wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Verschicken Sie dieses Schreiben als Einschreiben mit Rückschein, um sich gegen ein mögliches Bestreiten des Zugangs abzusichern.




Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geerther Herr Huttemann,heute am 8.10.2012 bekam ich von der Firma Vendis den bescheid das man auf die Forderung besteht, was soll ich tun.
Mit freundlichen Grüßen

Bernd Nacke
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Lassen Sie sich weder durch dieses noch durch mögliche Folgeschreiben der Gegenseite verunsichern und unter Druck setzen. Es gehört leider zur gängigen Praxis solcher Anbieter, die Opfer dieser Dienste durch Inkassobüros/Inkassoanwälte unter massiven Zahlungsdruck zu setzen.

Dabei wird stets mit leeren, aber effektiven Drohungen gearbeitet. Lassen Sie sich hier nicht einschüchtern, und erbringen Sie unter keinen Umständen Zahlungen.

Reagieren müssten Sie erst, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugeht, dem Sie binnen 14 Tagen widersprechen müssten. Dann wäre der Anbieter erstmals gezwungen, seine angebliche Forderung nicht nur pauschal zu behaupten, sondern diese auch unter Beweis zu stellen. Spätestens dann verfolgen derartige Anbieter ihre "Forderungen" nicht weiter, da sie wissen, dass diese vor Gericht nicht durchsetzbar sind.

Bleiben Sie also hartnäckig, und zahlen Sie nicht.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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