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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 3127
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
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RARobertWeber ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen u. Herren, am 27.12. 09 ist mein damals

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen u. Herren,
am 27.12. 09 ist mein damals 14-jähriger Enkel in eine Internetfalle bei der Antassia
GmbH ( top-of-software) getappt. Er erhielt am 11.01.10 eine entsprechende Rechnung
über EURO 96,- für das sog. erste Abo-Jahr. Mit Hilfe eines Musterbriefes der Verbraucherzentrale legten wir Widerspruch bei Antassia ein (Einschr. m. Rücksch.).
Bis 28.10. 11 war Ruhe. Jetzt erhielt mein Enkel eine erneute Rechnung, aber von Tropmi Payment, für das sog. 2. Abo-Jahr auch über EURO 96,-. Wir legten erneut, wie gehabt, dort Widerspruch mit Hilfe eines Musterbriefes ein. Es folgten 2 weitere
Mahnungen (15.11. u. 15.12. 11) auf die wir nicht reagierten.
Mit Schreiben des Inkassobüros RA Zutz vom16. 05. 2012 wurde mein Enkel aufgefordert EURO 141,- zu zahlen, wogegen fristgemäß unser erneuter Widerspruch
erfolgte, unter Nutzung von Musterbriefen aus dem Internet.
Nunmehr wurden seitens RA Zutz mit Schreiben vom 31.07. 12 unsere Argumente
widerlegt u. die Zahlung von EURO 141,- gefordert.
Unere Hauptargumente waren:
- Vertrag mit Antassia ist nicht zustande gekommen
- Kostenpflicht wurde nicht erkannt
- keine Belehrung gem. gestzlicher Bestimmungen zum Fernabsatz
- eine den gesetzl. Vorgaben entsprechende Widerrufsbelehrung in Textform wurde nicht vorgelegt.
- Vertrag vorsorglich wegen arglistiger Täuschung u. Irrtums über den Inhalt der Willenserklärungen angefochten
- Unzulässigkeit der Weitergabe der peronenbezogenen Daten gem. Bundesdatenschutzgesetz erklärt.
- Hinweis auf Fehlen der Bevollmächtigung für den Inkassoauftrag u. der Abtretungsurkunde im Orginal des ursprünglichen Forderungsstellers.
- hilfsweise Vertrag gekündigt.

Unsererseits erfogte bisher keine Aufklärung, dass mein Enkel minderjährig war bzw. noch ist.
Wir haben bisher keine Zahlung geleistet u. haben es auch nicht vor.
Wie sollen wir uns künftig verhalten? Wann würde denn die Verjährung eintreten.

Mit frdl. Grüßen
R. Keil,

-
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Verjährung tritt in drei Jahren nach Begründung der angeblichen Forderung ein. In Ihrem Fall also Ende 2012.

Sie sollten die Gegenargumente des gegnerischen Rechtsanwaltes einem Anwalt zur Prüfung vorlegen. Wenn es fadenscheinige Argumente sind, können Sie auch versuchen, sich durch hinhaltende Antworten in die Verjährung zu flüchten.

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, sollten Sie auf jeden Fall einen Anwalt hinzuziehen.

Das hartnäckige Verhalten der Gegenseite überrascht etwas, ich vermute, dass er Sie mürbe machen will. Einen tatsächlichen Anspruch kann ich anhand Ihrer Schulderung nicht erkennen.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Bezahlung zu ermöglichen.

Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 3127
Erfahrung: Zweites juristisches Staatsexamen
RARobertWeber und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Weber,


die Beantwortung meiner Fragen ist erfogt. Werde Ihren Rat befolgen


u. die Gegenargumente von RA Zutz prüfen lassen. Dafür danke!


Habe noch eine Frage: soeben wurde ich im Internet auf ein Urteil des Amtsgerichtes Leipzig aufmerksam ( 118 C 10105/09), das klar stellt,dass


selbst durch eine Registrierung auf besagten Internetseiten keine vertragliche Bindung entstehen kann, wenn die Seite unübersichtlich gestaltet u. irreführend ist. Nachdem die erste Rechnung am 11.01.10


von Antassia vorgelegt wurde, haben wir die besagte Internetseite, die mein Enkel am 27.12. 09 angeklickt hatte u. auf welcher die Kosten


pflichtigkeit ausgewiesen sein soll nicht wieder gefunden. Also kann doch von einer übereinstimmenden Willenserklärung keine Rede sein!


Erbitte dazu nochmals Ihre Meinung. Danke.


 


Mit frdl. Grüssen,


R. Keil.


 

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das ist zutreffend. Das Urteil ist einschlägig.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Bezahlung zu ermöglichen.

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Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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